Der doppelte Dellavedova - Cousin von NBA-Profi in Wilhelmshöhe dabei

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Zwei mit dem selben Namen: Die beiden Matthew Dellavedovas sind Cousins. Der Jüngere spielt Tennis, gerade in Wilhelmshöhe.

Kassel. Wer sich neben Tennis auch für Basketball interessiert, der könnte beim Blick auf den Spielplan der Wilhelmshöhe Open 2017 stutzig werden.

Da ist für heute das Match des Australiers Matthew Dellavedova gegen den letztjährigen Finalisten Julian Lenz angesetzt. Matthew Dellavedova? Da klingelt es doch.

Klar, der Aufbauspieler gehörte 2016 zum Team der Cleveland Cavaliers, das mit Superstar LeBron James den Titel in der nordamerikanischen Profiliga NBA gewann. Australier, auch das stimmt. Das Alter gibt schließlich Aufklärung. Dieser Dellavedova, der in Kassel aufschlägt, ist 17 Jahre alt, der Basketballprofi 26. Also alles nur ein Zufall?

Der ältere der Dellavedovas ist NBA-Profi.

Mehr oder weniger. Denn die beiden sind Cousins - und tragen dazu noch den gleichen Namen. Der jüngere der beiden Matthew Dellavedovas ist ein Talent auf der Tennistour, holte Ende letzten Jahres seinen ersten Weltranglistenpunkt und kämpfte sich beim Turnier des KTC Bad Wilhelmshöhe durch die Qualifikation ins Hauptfeld.

Wenn man den 17-Jährigen auf seinen Cousin anspricht, dann ist er nicht überrascht. Er verrät, dass er manchmal ein bisschen genervt ist. Aber es ist auch Ansporn für ihn - denn er möchte irgendwann nicht mehr nur der Cousin des bekannten Basketballers sein, sondern selbst ein Sportler, dessen Namen viele kennen. Wenn er seinen Namen googelt, dann soll eben nicht immer nur der andere Matthew Dellavedova erscheinen.

Was dann allerdings überraschend ist: Die beiden haben sich noch nie gesehen, noch nicht einmal miteinander gesprochen. Das hängt auch damit zusammen, dass der ältere Matthew früh nach Amerika gegangen ist. Trotzdem hofft das Tennistalent, dass sie sich in diesem Jahr endlich einmal treffen - auch um ein Gespräch von Sportler zu Sportler führen zu können.

Für Basketball interessiert sich der 17-Jährige eigentlich auch nicht wirklich. Wegen seines Cousins hat er sich dann aber doch ab und an mal ein Spiel im TV angesehen. Mittlerweile weiß er auch, dass das, was der Ältere der beiden 2016 in die Luft gestemmt hat, die Larry-O’Brien-Trophäe ist. Mehr geht nicht im Basketball. Vor einem halben Jahr hatte er in einem Interview noch gesagt, er wisse nicht genau, was sein Cousin da gewonnen habe. Aber es sei ein großer Sieg gewesen.

Eines haben die Dellavedova-Cousins dann aber doch gemeinsam - ihren Spitznamen. Ob auf dem Parkett in der Halle oder eben jetzt auf Sand bei den Wilhelmshöhe Open: Ruft jemand „Delly“, dann fühlen sich die Australier angesprochen.

Dass die Menschen aus Down Under locker drauf sind, das beweist auch der 17 Jahre alte Matthew Dellavedova. Er lässt sich nicht lange bitten, wenn man ihn nach einem Gespräch fragt. Im Zelt für die Spieler sitzt er nicht in der abgetrennten Players Lounge, sondern an einem Tisch wie jeder andere auch. Vielleicht ist er heute auf dem Platz gegen Julian Lenz ja dann auch ganz locker. Sein Ziel: Er möchte lernen.

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