Nordhessischem Dartsspieler gelingt Revanche gegen Kurz

Der Traum lebt weiter: Dragutin Horvat steht bei der Super League im Halbfinale

Der Kasseler Dartsspieler Dragutin Horvat hat bei der Super League das Halbfinale erreicht.
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Zufrieden mit seiner Leistung: Dragutin Horvat hat bei der Super League das Halbfinale erreicht.

Der nordhessische Dartsspieler Dragutin Horvat hat bei der Super League in Niedernhausen das Halbfinale erreicht.

Kassel – Exakt um 17.35 Uhr war es am Mittwoch in Niedernhausen geschafft: Mit dem zweiten Versuch auf die Doppel-10 entschied der nordhessische Dartsspieler Dragutin Horvat das Viertelfinale der Super League gegen den 24-jährigen Nico Kurz für sich. Unter dem Strich stand ein verdienter 9:6-Erfolg gegen den zweimaligen Gewinner dieses Wettbewerbs.

Damit revanchierte sich der Kaufunger für die knappe Vorjahres-Finalniederlage gegen den Hanauer.

Jetzt lebt Horvats Traum von einem WM-Startplatz weiter. Nur der Sieger darf Ende des Jahres im Londoner Ally Pally antreten. 2016 hatte sich der Nordhesse bereits einmal als Super-League-Sieger für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung“, stellte der 45-Jährige fest. Vor allem deshalb, weil er im Gegensatz zum Vortag die Doppelfelder gut erwischte. „Schon nach dem Aufstehen am Morgen hatte ich ein gutes Gefühl auf die Doppel, das hat sich dann beim Warmmachen fortgesetzt“, erklärte Horvat rückblickend.

Dabei durfte er sich gegen Kurz auch keine großen Schwächen erlauben, denn der Hanauer hatte immer wieder gute Antworten und hielt den Rückstand im Rahmen. Beispiel gefällig? Nachdem Horvat die Chance zum 6:2 vergeben hatte, verkürzte Kurz auf 4:5. „Ich habe heute dem Druck standgehalten“, freute sich Horvat. Danach flossen bei den beiden Kontrahenten „noch ein paar Tränen“, wie der Sieger berichtete: „Es war sehr emotional. Nico und ich sind sehr gut befreundet.“

Ab 14.45 Uhr (Livestream Sport 1) werden heute die Halbfinals ausgetragen. Horvat bekommt es mit Florian Hempel zu tun – erstmals in seiner Karriere. Hempel hatte sich am Mittwoch in einem wahren Darts-Krimi gegen Lukas Wenig mit 9:8 behauptet. „Das wird ein schweres Spiel für mich“, sagte Horvat am Mittwochabend. Mit der Vorbereitung konnte er noch nicht direkt beginnen. Auf seinem Handy waren viele Glückwünsche eingegangen. Er musste erst einmal „gefühlt 300 Nachrichten“ beantworten.

Im zweiten Vorschlussrundenduell stehen sich heute Nachmittag die WM-erfahrenen Martin Schindler und Max Hopp gegenüber. Das Endspiel steigt dann am späten Nachmittag. (Björn Mahr)

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