Dieter, Werner und Wolfgang spielten zusammen Fußball beim Wehlheider Klub, Rohmeis-Brüder ebenfalls

Drei Mentels beim Kasseler SV

Die Fußballer des Kasseler SV 1951, die Ende der 1950er Jahre in der II. Amateurliga spielten. Hier ist die Mannschaft zu sehen mit (hinten von links) Trainer Karl Fissler, Dieter Mentel, Albin Mann, Heinz Hoffarth, Werner und Wolfgang Mentel, Günther Graak, Lothar Rohmeis, Erich Graf, Obmann Willi Wirth, (vorn) Günther Riemann, Manfred Rohmeis und Walter „Puppchen“ Jentsch. Fotos: privat/nh

KASSEL. Zwei Brüder in einer Fußballmannschaft, davon hat man schon oft gehört. Nimmt man nur die Kremers-Zwillinge, die Försters, Rummenigges oder Fritz und Ottmar Walter. Oder in der Region Fritz und Rolf Zimmer (KSV Hessen). Und Brüder überhaupt im Fußball, das ist ja nichts Ungewöhnliches. Dass aber drei Brüder in einem Team spielten, das wird es nicht so oft geben.

In Kassel war das so, und zwar beim Kasseler SV 1951. Die Wehlheider schafften zur Saison 1957/58 den Aufstieg in die damalige II. Amateurliga. Und zu den Stützen der Mannschaft gehörten die Brüder Dieter (1927-1983), Werner (1929-2015) und Wolfgang Mentel (1935-2013).

In der Endphase der Saison 1956/57 hatte es in der Gruppe 3 der A-Klasse einen Zweikampf der Kasseler mit dem VfR Volkmarsen gegeben, dem zum Schluss die Puste ausging. Sechs Spiele vor Ende der Serie führten der VfR mit 35:9 Punkten vor dem Kasseler SV (34:12). Dann spielte Volkmarsen 1:1 bei den Wehlheidern. Werner Mentel brach sich in dieser Partie den Arm und die Kasseler mussten dezimiert weiter spielen, Auswechslungen gab es noch nicht. Zum Saisonende führte der Kasseler SV (42:14 P.) vor Ihringshausen (38:18) und Volkmarsen (38:18) und stieg auf.

Mit den Mentels spielte dann eine Saison später ein weiteres Brüderpaar in der ersten Mannschaft der Wehlheider, Torwart Manfred und Lothar Rohmeis, von dem auch das Mannschaftsfoto stammt. Beide Söhne des früheren Jugendleiters Christian „Christl“ Rohmeis.

Und wenn man schon von Familienbanden spricht, dann gehört auch dazu, dass Anfang der 60er-Jahre das Verteidigertalent Rolf Herrmann beim Kasseler SV spielte, der heiratete dann später eine Schwester der Mentel-Brüder (siehe nebenstehender Artikel).

Und am 13. Januar 1961 gaben übrigens beim Spiel der II. Amateurliga der Wehlheider gegen Hermannia, das die Gäste vor 800 Zuschauern mit 1:0 gewannen, die beiden 17-jährigen Zwillingsbrüder Adolf und Josef Klug ihr Debüt.

1951 gegründet

Aus „Kassel West“ und „FC Kurhessen“ war 1951 quasi als Tura-Nachfolger der Kasseler SV geworden. Anfangs wurde nach auf dem heute nicht mehr existierenden Platz am Park Schönfeld gespielt. Häßler, Schmidt, Vick, Hövelmeier, Schember oder Brosche waren die Aktiven. Später, als man auf der „Sülze“ neben der heutigen Buchenau-Kampfbahn kickte, waren es Puff, Kolbe, Wirth, Goßmann, Wilhelm oder Rohmeis.

Im Gespräch blieben die Wehlheider auch in den Jahren zwischen 1961 und 1971 durch die belgischen Soldaten, die in Kassel stationiert waren. Die wohnten nämlich in der „Belgier-Siedlung“ an der Ludwig-Mond-Straße. Mit Alfons Vandervoort und Jupp Dierinck sollen zwei Spieler besonders erwähnt werden.

Der Kasseler SV, der aktuell in der Kreisliga B spielt, trägt heute seine Spiele auf der Buchenau-Kampfbahn aus. Die wurde im September 1957 eingeweiht.

Von Peter Fritschler

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