Dutkiewicz und Orth für Leichtathletik-EM nominiert

Hat schon EM-Erfahrung: Florian Orth aus Schwalmstadt-Treysa startet für Deutschland auf der 5000-Meter-Strecke.

Kassel. Neben Weltmeisterinnen wie Christina Schwanitz und Katharina Molitor hat der Deutsche Leichtathletik-Verband auch Florian Orth aus Schwalmstadt-Treysa und Pamela Dutkiewicz aus Baunatal für die Leichtathletik-Europameisterschaft in Amsterdam (7. bis 10. Juli) nominiert.

Orth startet für die LG Regensburg auf der 5000-Meter-Strecke. In diesem Jahr hat er mit 13:23,67 Minuten die schnellste Zeit unter den deutschen Athleten gelaufen. „Ich starte zum ersten Mal international in dieser Disziplin und will mich vor allem etablieren. Europaweit habe ich die achtbeste Zeit gelaufen - von daher wäre eine Platzierung unter den ersten Acht wünschenswert“, sagt er. 2012 und 2014 war er schon bei Europameisterschaften am Start, damals noch auf der anderthalb Kilometer langen Distanz.

Freut sich auf die Titelkämpfe in Amsterdam: die Baunataler Hürdenläuferin Pamela Dutkiewicz. Fotos: dpa

Das könnte laut Florian Orth sogar ein Vorteil sein: „Wenn es auf der Zielgeraden drauf ankommt, kann ich mit meiner Kurzstrecken-Erfahrung im Spurt noch einiges rausholen.“ Die Europameisterschaft sei für ihn etwas Besonderes. „Aber im Bestfall ist sie auch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia“, sagt Orth.

Die 100-Meter-Hürdenläuferin Pamela Dutkiewicz sagt zu ihrer Nominierung: „Ich habe ja schon damit gerechnet. Aber dass es jetzt feststeht, ist ein tolles Gefühl. Ich freue mich, mein Land repräsentieren zu dürfen.“ Vier Athletinnen hatten vor der Deutschen Meisterschaft am Wochenende in Kassel die EM-Norm erfüllt. Die Baunatalerin Dutkiewicz stürzte im Vorlauf, doch auch eine ihrer Konkurrentinnen wurde im Finallauf nach einem Fehlstart disqualifiziert. Deswegen zählte die beste Vorleistung bei der EM-Nominierung. Und die wies Pamela Dutkiewicz mit 12,85 Sekunden vor. „Ich bin damit Siebtschnellste in Europa und automatisch für das EM-Halbfinale qualifiziert. Mein Ziel in Amsterdam ist, ins Finale einzuziehen.“

Während sich Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting nach seinem DM-Triumph im Auestadion wie erwartet ins Training zurückzieht und auf die EM verzichtet, führen Kugelstoßerin Schwanitz und Speerwerferin Molitor das große DLV-Aufgebot von 104 Athleten an. Mit zum Kader zählt auch der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe, der verletzungsbedingt noch keinen Wettkampf in diesem Jahr bestritten hat. Nicht nominiert wurde die ehemalige Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll nach Platz bei der EM.

Leichtathletik-Bundestrainer Idriss Gonschinska sagte: „Wir haben das seit 1998 größte Team für eine EM nominiert, das sich aus jungen, weniger erfahrenen und arrivierten Athleten zusammensetzt. Die Europameisterschaft bietet somit für einen Teil der Athleten die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln und ihre Wettkampfkompetenz weiter zu entwickeln.“ (flk/sid)

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