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MT-Handballer besiegen Hamburg

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Von: Björn Mahr, Manuel Kopp

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Melsungens Elvar Örn Jonsson (Mitte) setzt sich gegen die Hamburger Manuel Späth und Jan Forstbauer durch.
Melsungens Elvar Örn Jonsson (Mitte) setzt sich gegen die Hamburger Manuel Späth und Jan Forstbauer durch. © Dieter Schachtschneider

Die MT Melsungen hat mit einem souveränen Sieg gegen den HSV Hamburg ihre gute Form bestätigt. Nach dem 26:22 (14:9)-Erfolg in der Kasseler Rothenbach-Halle sind die Nordhessen nun seit fünf Spielen in der Handball-Bundesliga ungeschlagen und können mit einem guten Gefühl in das wichtige Pokalviertelfinale am Sonntag in Lemgo gehen.

Bevor die Partie begann, hieß es aber erst einmal Warten. Warten auf den Gegner, denn die Hamburger standen im Stau. Die A7 war kurz vor Kassel vollgesperrt, die Begegnung ging mit 45 Minuten Verspätung los. Für die Melsunger war es ohnehin schon keine leichte Aufgabe, in Lemgo steht am Sonntag das bis dahin wichtigste Spiel der Saison an. Es geht dort ja um den Einzug ins Final Four. Und mit Kai Häfner fiel gegen Hamburg auch noch der Kapitän kurzfristig wegen Krankheit aus. Aber von diesen Widrigkeiten ließ sich die MT nicht aus der Ruhe bringen.

Für Häfner begann Alexander Petersson im rechten Rückraum. Neben ihm in der Aufbaureihe fingen Julius Kühn und Elvar Örn Jonsson, auf den Außen Tobias Reichmann und Yves Kunkel, am Kreis Arnar Freyr Arnarsson und im Tor Nebojsa Simic an. Für das erste Tor sorgte aber ein Ex-Melsunger: Jan Forstbauer erzielte für den HSV das 1:0. Aber Kühn und Reichmann, einmal per Siebenmeter sowie einmal per frechem Dreher durch die Beine von Johannes Bitter, korrigierten das schnell – 3:1 (4.). Und Simic hielt gleich mal einen Siebenmeter.

Zwar glich der HSV zum 3:3 aus, aber dann gelang es der MT, sich doch abzusetzen. In der Abwehr waren die Melsunger um den isländischen Innenblock mit Jonsson und Arnarsson gewohnt stark. Im Gegensatz zum 22:22 gegen Leipzig lief es diesmal aber auch in der Offensive besser. Weniger technische Fehler. Kaum Fehlwürfe. Und im Positionsangriff waren Kühn und Jonsson entschlossener als zuletzt. Ein Melsunger 3:0-Lauf führte so zum 7:4 (14.).

Mit seiner ersten Aktion sorgte dann der kurz zuvor eingewechselte Andre Gomes mit dem 10:6 für die erste Vier-Tore-Führung (10:6, 20.). Und das auf ungewohnter Position – als Rechtshänder im rechten Rückraum. Als der Portugiese kurz darauf seinen zweiten Treffer erzielte, lagen die Gastgeber mit fünf Toren vorn (12:7). Na klar, auch diesmal traf Gomes, der mit Manuel Späth auf seinen ehemaligen Teamkollegen vom FC Porto traf, als Halbrechter. Nach starker erster Halbzeit führte die MT zur Pause 14:9 – auf den Rängen gab es von den 1465 Zuschauern dafür Standing Ovations.

Der Vorsprung schmolz nach der Pause aber schnell zusammen. Bei den Melsungern ließ die Konzentration etwas nach – und das nutzten die Gäste aus. Nach dem Tempogegenstoß-Tor von Niklas Weller stand es auf einmal 14:16 (37.). Wie reagierte die MT? Sie hielt jetzt mit großem Einsatz dagegen. Und mit tollen Toren: Arnarsson mit seiner Übersicht am Kreis, Reichmann mit seiner beeindruckenden Sprungkraft, der wurfgewaltige Gomes aus dem Rückraum und Kunkel mit seinem Heber – die MT begeisterte jetzt das Publikum. Und als Reichmann erneut per Siebenmeter traf, lagen die Gastgeber erstmals mit sieben Toren vorn – 23:16 (48.). Seinen Anteil daran hatte Simic, der nun einen Wurf nach dem anderen hielt. Nach seiner spektakulären Doppelparade gegen Finn Wullenweber gab es „Simo, Simo“-Sprechchöre von der Tribüne.

Die MT lag auf Siegkurs, davon brachte sie auch die Rote Karte gegen Gleb Kalarash nach einem Foul an Leif Tissier nicht ab. Zwar verkürzten die Gäste in der Schlussphase noch einmal, näher als auf drei Tore (22:25) kamen sie aber nicht mehr heran. (Manuel Kopp und Björn Mahr)

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