KTC-Klubchef Eisfeld erreichte beim Wilhelmshöher Tennisturnier selbst das Hauptfeld

„Eine besondere Atmosphäre“

Dem Wilhelmshöher Tennis besonders eng verbunden: Michael Eisfeld. Foto: Schachtschneider

Kassel. Zur Erfolgsgeschichte des Wilhelmshöher Tennis-Weltranglistenturniers wird Michael Eisfeld nicht erst ab diesem Jahr gehören.

Zwar wurde er in diesem Frühling zum Vorsitzenden des KTC Bad Wilhelmshöhe gewählt, Spuren hat der Kasseler aber auf der Anlage an der Burgfeldstraße bereits hinterlassen, als die Veranstaltung noch unter dem Namen Warsteiner Grand-Prix die Zuschauer anlockte. Das war vor 25 Jahren. Zu dieser Zeit sorgte ein gewisser Rainer Schüttler aus Korbach am Bergpark für positive Schlagzeilen.

Erinnerungen 

„Das Turnier hatte schon damals eine besondere Atmosphäre. Es herrschte ein guter Kontakt zwischen Spieler und Zuschauern“, erinnert sich der heute 41-Jährige. Dreimal schaffte er als Jugendlicher die Qualifikation für das Hauptfeld. Das Aus kam dann jeweils recht früh. 1990 unterlag er als Spieler von Blau-Weiß Kassel dem Leverkusener Gau in der ersten Runde 1:6, 2:6. Zwei Jahre später vertrat er die Farben des TC Bad Homburg, musste aber dem Hagener Schmidtmann beim 0:6, 6:7 den Vortritt lassen. Dazwischen schaffte er es - genauso wie der ein Jahr jüngere Schüttler - in Runde zwei. Nach einem 6:0, 6:1 gegen den Kölner Koch musste er sich knapp dem Stuttgarter Grün 6:1, 3:6, 4:6 beugen.

Erfolge 

Eisfeld schaffte es im Nachwuchsbereich bis auf Position fünf in Deutschland. Ein Spiel ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. Beim Top-Turnier in Brühl hatte er im Endspiel gegen die damalige Nummer eins Michael Kohlmann, heute Chef des Daviscup-Teams, zwei Matchbälle. Der Schiedsrichter gab einen Ball des Favoriten bereits Aus, Eisfeld wies den Unparteiischen aber daraufhin, dass das Spielgerät doch auf der Linie gewesen sein könnte. Der Kasseler wurde für seine Fairness gelobt, verlor aber die Partie. „Heute wäre es schwieriger, so weit nach oben zu kommen. Es ist alles viel professioneller geworden“, erklärt Eisfeld.

Hoffnungen 

Anfang des Jahres löste er Fritz Westhelle ab, der acht Jahre an der Spitze des KTC gestanden hatte. Der 41-jährige Eisfeld spielt selbst noch in der ersten Herrenmannschaft in der Bezirksoberliga. Als Klubchef hofft er natürlich, dass durch die Wilhelmshöhe Open das Interesse der Kinder am Tennis geweckt wird. „Interessierte Eltern können uns gern auf der Anlage ansprechen“, sagt Michael Eisfeld. Auch das gehört zur Geschichte dieses Turniers.

Zur Person 

Michael Eisfeld, 41 Jahre, lebt mit Frau und drei Kindern (fünf, neun und elf Jahre) in Kassel. Er ist Vorstandsvorsitzender im eigenen Ingenieurbüro. Bevor er zum KTC Bad Wilhelmshöhe wechselte, bei dem er inzwischen Vorsitzender ist, spielte er für Blau-Weiß Kassel, TC Bad Homburg und TC 31 Kassel.

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