HSG Zwehren feiert wichtigen 37:26-Erfolg über Fuldatal im Abstiegskampf

Eine Halbzeit im Rausch

Auf der Suche nach der Lücke: Zwehrens Jannik Käse versucht, an Fuldatals Donatas Kudzma vorbei zum Torabschluss zu kommen. Foto: Fischer

Kassel. „Der eine oder andere hat noch nicht begriffen, dass wir dieses Jahr eine Liga höher spielen.“ Udo Traute, Männerwart bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger, war nach der 26:37 (11:22)-Niederlage seines Teams bei der HSG Zwehren restlos bedient.

In einer nur zu Beginn ausgeglichenen ersten Hälfte hielten die Fuldataler bis zum 4:4 mit (8.). Danach aber spielte sich Zwehren in einen Rausch. Während Florian Wasmann im Gehäuse der Zwehrener ein ums andere Mal glänzend parierte, trafen seine Vorderleute fast bei jedem Angriff ins Tor. Immer wieder nutzten sie die Fehlwürfe der Gäste für Tempogegenstöße und gingen so verdient mit einer Elf-Tore-Führung in die Pause. „Wir haben heute eine sehr disziplinierte Leistung gezeigt und konsequent unsere Linie durchgezogen“, lobte Zwehrens Trainer Harald Meißner sein Team. „Die Partie war zur Pause eigentlich schon entschieden. Wir fangen einfach zu viele Tore, weil unser Rückzugsverhalten zu schlecht ist“, kritisierte Traute.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit aber kamen die Gäste besser ins Spiel. Fuldatal agierte mit einer offensiveren Deckung und kam beim 18:24 auf sechs Tore heran (40.). „Wir haben uns dann aber selbst aus dem Tief rausgezogen“, sagte Meißner.

Tatsächlich ließen die Zwehrener den Vorsprung nicht mehr schmelzen, sondern bauten ihn wieder aus. Nach drei Treffern des wiedergenesenen Tobias Wolk war die Partie spätestens beim 34:24 entschieden. „Bis zur 50. Minute war für uns nochmal alles drin, aber Zwehren hat das clever runtergespielt“, sagte Traute. Auf der Gegenseite freute man sich natürlich über den Sieg. „Der war absolut verdient. Knackpunkte waren heute unsere gute Wurfquote und unsere zweite Welle, die endlich mal funktioniert hat“, sagte Harald Meißner, der auch einen Unterschied bei den Torhütern ausmachte: „Unser Keeper hat Virginius Petrauskas klar ausgestochen.“

Zwehren: Wasmann, Diederich – Rittmeier 3, Mügge, Griesel 5, Röhrscheid 4, Heinisch, Hartung 5, Käse 7, Stingel 3, Wolk 8/4, Ringleb 2, Umbach.

Fuldatal: Petrauskas, Desel – Krätzig 1, Arend 4, Langmann, Stiegel 3, Roesler 2, Welch 5, Kudzma, Holzhauer 6/3, Astapov 1, Kroll, Winterhoff 4.

Von Max Seidenfaden

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