Baunataler Handballer schlagen Bruchköbel 34:26

Eintracht steckt Schock gut weg

+
Freie Bahn: Baunatals Florian Weiß (Nummer zwei) setzt sich gegen die SG-Akteure Dennis Weit, Sebastian Dietrich und Edi Pjanic (von links im Hintergrund) durch.

Baunatal. Zum Abschied schenkten die Handballer des Drittligisten GSV Eintracht Baunatal ihrem scheidenden Trainer Florian Ochmann noch einen 34:26 (17:11)-Sieg. Dabei hatte das Team kurzfristig einen bitteren Ausfall zu verkraften. 

Eine seiner letzten öffentlichen Amtshandlungen als Trainer des Handball-Drittligisten Eintracht Baunatal begann zu einem Zeitpunkt, als das Heimspiel gegen die SG Bruchköbel noch lief. Florian Ochmann klatschte sich mit sämtlichen Spielern auf der GSV-Bank, seinen Assistenten Dennis Weinrich und Gabi Ghosh sowie Physiotherapeut Oskar Reckerziegel ab.

Der 36-Jährige konnte es sich erlauben, denn sein Team steuerte ungefährdet einem 34:26 (17:11)-Erfolg im letzten Saisonspiel entgegen. Und das, nachdem er und sein Team am Vorabend noch im Abschlusstraining einen Schockmoment zu verdauen hatten. Der scheidende Eintracht-Akteur Frederik Drönner erlitt einen Stirnhöhlenbruch und sollte noch am Wochenende operiert werden. „Das ist tragisch“, kommentierte Ochmann. Klar, Drönner gehörte zu dem Quartett, das die Baunataler im Anschluss an die Begegnung gegen Bruchköbel verabschieden wollten (siehe auch untenstehenden Artikel).

„Freddy war vor dem Spiel in der Kabine natürlich Thema. Wir wollten den Sieg auch für ihn holen“, erklärte Ochmann. Seine Mannschaft holte letztlich nicht nur zwei Punkte, sondern verbesserte sich sogar noch auf den fünften Rang und hat damit einen Platz in der ersten Runde des DHB-Pokals sicher.

Die Baunataler machten von Beginn an deutlich, wer Herr im Haus ist. „Es war nicht schwer heute, sich zu motivieren“, sagte der starke Florian Weiß, „wir hatten ja mit einem Platz unter den ersten Sechs ein klares Ziel, das wir noch erreichen wollten.“ So setzten sich er und seine Mitstreiter nach dem 3:3 durch Fynn Reinhardt Schritt für Schritt ab. Der durchsetzungsstarke Kreisläufer Felix Rehberg sowie Paul Gbur und Marvin Gabriel warfen bis zur 21. Minute eine deutliche 14:8-Führung heraus.

Nur anfangs des zweiten Durchgangs geriet der Eintracht-Express vorübergehend ins Stocken (20:17, 38.). Vor allem Bruchköbels Rechtsaußen Milos Kreckovic zeichnete sich mehrfach aus. Doch dann mahnte Ochmann in einer Auszeit fehlende Aggressivität an – und sein Team nahm kurz darauf wieder Schwung auf. Dabei trugen sich auch die eingewechselten Kevin Trogisch, Sven Vogel, Niklas Willrich und Tom Kurtz in die Torschützenliste ein. Was dazu führte, dass die Eintracht noch einmal ihren immensen Tordrang bewies. Mit nun insgesamt 887 Treffern stellten die Großenritter sogar den besten Angriff der Ost-Staffel. 

Hintergrund

Wie das weitere Programm für den Abend aussehen sollte, wurde nicht verraten. „Wir werden erst einmal wie immer die scheidenden Spieler im kleinen Kreis in unserer Kabine verabschieden“, erklärte Baunatals Kapitän Marvin Gabriel nach dem Sieg über die SG Bruchköbel.

In Gedanken beim verletzten Frederik Drönner: (von links) Niklas Plümacher, Florian Ochmann, Magnus Rulff und Abteilungsleiter Claus Umbach

Neben den verletzten Niklas Plümacher (Karriereende) und Magnus Rulff (zum Oberligisten Melsungen II) sowie Trainer Florian Ochmann wollte Eintracht-Abteilungsleiter Claus Umbach auch Frederik Drönner kleine Geschenke übergeben. Doch der Außen hatte sich im Training eine schwere Blessur zugezogen. In Gedanken waren die Baunataler am Samstag bei ihrem Mitspieler. „Wir werden Freddy in den nächsten Tagen im Krankenhaus besuchen“, sagte Ochmann.

Ein dickes Lob hatte Umbach für den scheidenden Trainer parat: „Die Mannschaft hat in dieser Saison teilweise meisterlich gespielt. Sie hat gezeigt, dass sie seine Handschrift trägt."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.