Sieben Spielerinnen haben Handball-Landesligisten verlassen

Eintracht Baunatal hat vor dem Derby gegen Dittershausen große Personalsorgen

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Steht vor schwerer Aufgabe: Eintracht-Trainerin Irina Penner hat jetzt nur noch einen kleinen Kader zur Verfügung. 

Kassel – In den Handball-Landesligen sind nur vier heimische Teams im Einsatz. Während bei den Frauen das Derby zwischen Eintracht Baunatal und der TSG Dittershausen (Samstag, 16 Uhr, Erich-Kästner-Schule) im Fokus steht, ist es bei den Männern das Gastspiel der HSG Fuldatal/Wolfsanger beim Spitzenreiter HSG Großenlüder/Hainzell (Sonntag, 17 Uhr).

Die Frauen

Paukenschlag bei Eintracht Baunatal. Mit Luisa Franke, Carolin Alheit, Laura Israel, Marleen Krause, Lena Höhne, Julia Waschinger und Johanna Lattemann stehen GSV-Trainerin Irina Penner sieben Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung. Penner bestätigte, dass diese unzufrieden gewesen seien. Woher diese Unzufriedenheit kommt, weiß Penner nicht. Sie vermutet, dass es mit der allgemeinen sportlichen Situation zu tun hat. Die Eintracht steht mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Platz.

Anders sehen es die Spielerinnen. Eine Akteurin, die namentlich nicht genannt werden will, sagt: „Die Zusammenarbeit mit Irina verlief nicht mehr so reibungslos wie noch vergangene Saison. Viele Spielerinnen wollten so nicht mehr weitermachen.“ Für Jugendleiterin Ulrike Hellmuth liegt die Schuld nicht bei der Trainerin. Sie stärkt Penner den Rücken: „Irina wird nicht in Frage gestellt. Sie hat unser vollstes Vertrauen. Klar wird sie weitermachen.“ Für den Abgang bei einigen Spielerinnen gibt Hellmuth weitere Gründe an. Berufliche Veränderungen und Unzufriedenheit aufgrund mangelnder Spielzeit.

Mit nur noch zehn Spielerinnen, darunter zwei Torhüterinnen, ist der Kader sehr dünn besetzt. Viele sind unerfahren, müssen sich erst an das Landesliga-Niveau gewöhnen. Für das Derby gegen Dittershausen stehen die Vorzeichen denkbar ungünstig.

Desweiteren empfängt die HSG Lohfelden/Vollmarshausen morgen um 14.30 Uhr den TV Hersfeld. Tabellenführer TSV Vellmar spielt ebenfalls morgen (18 Uhr) zu Hause gegen die HSG Wesertal.

Die Männer

Nach der überraschenden Niederlage gegen Körle/Guxhagen ist von der HSG Fuldatal/Wolfsanger eine Reaktion gefragt – und das ausgerechnet beim Tabellenführer Großenlüder/Hainzell. „Unser Gegner spielt bedingungsloses Tempo“, weiß Fuldatals Trainer Frank Janotta, der im Topspiel definitiv auf den verletzten Louis Feckler verzichten muss. Zudem warnt Janotta vor Großenlüders Spielmacher Lukas Dimmerling, dessen Qualitäten unbestritten sind und der auch in der Vergangenheit schon öfter den Unterschied ausmachte.

Von Fynn Welch und Raphael Wieloch

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