Schwere Aufgabe beim Spitzenreiter

Eintracht Baunatal reist zum Traditionsklub Großwallstadt

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Freut sich auf die Aufgabe in Großwallstadt: Fynn Reinhardt.

Für die Handballer von Eintracht Baunatal steht kein normales Auswärtsspiel bevor. Schließlich tritt der Drittligist heute (19.30 Uhr) beim TV Großwallstadt an – einem Verein mit einer erfolgreichen Vergangenheit.

Der Traditionsklub

„Na klar, das Spiel ist etwas Besonderes. Es ist ja nicht alltäglich, dass wir gegen so einen Traditionsverein spielen“, sagt der Baunataler Fynn Reinhardt. Der TV Großwallstadt hat noch immer einen klangvollen Namen in der Handball-Szene. Immerhin gewann der Klub zwischen 1978 und 1990 sechsmal die Deutsche Meisterschaft, viermal den DHB-Pokal und zweimal den Europapokal der Landesmeister. Der TVG zählt zu den erfolgreichsten deutschen Handball-Vereinen. Nach finanziellen Problemen, die zu einer Insolvenz führten, wagte der Klub 2015 einen Neuanfang in der 3. Liga. Seitdem pendelt Großwallstadt zwischen der 2. und 3. Liga.

Die Kulisse

„Es geht ja nicht nur zu einem Traditionsverein, sondern auch zum Tabellenführer“, freut sich Eintracht-Trainer Dennis Weinrich auf die Partie. „Großwallstadt hat eine schöne Halle und viele Zuschauer. Das wird schon Spaß machen. Wir wollen versuchen, es zu genießen.“ Mit 1200 Zuschauern pro Partie hat der Spitzenreiter den mit Abstand besten Schnitt der Liga. „Vor so einer Kulisse ist jeder von uns noch ein bisschen mehr motiviert“, sagt Reinhardt.

Das Hinspiel

Positive Erinnerungen haben die Baunataler an das Hinspiel gegen den Favoriten. „Wir haben uns in dieser Woche noch einmal Ausschnitte von der Partie angeschaut, das war schon ein gutes Spiel von uns“, sagt der 20-Jährige. Die Eintracht war in der Hinrunde mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe – das Spiel endete 24:24.

Die Situation

Besser hätte Baunatal nicht in das neue Jahr starten können. Durch den 32:21-Erfolg gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen tankte die Eintracht Selbstvertrauen. „Das war ein wichtiger Sieg. Jetzt können wir mit freiem Kopf in die Partie gehen. In Großwallstadt können wir gewinnen, aber wir müssen es nicht“, sagt Weinrich.

Das Personal

Nach Felix Rehberg und Florian Weiß (Muskelfaserriss) fällt nun auch Sven Vogel (Nasenbeinbruch) aus. „Damit fehlt uns in den nächsten Wochen nicht nur unser einziger Rechtsaußen, sondern auch ein guter Verteidiger“, sagt Weinrich. Die Linkshänder Paul Gbur und Kevin Trogisch werden sich voraussichtlich die Aufgabe auf Rechtsaußen teilen – in der Abwehr wird Gbur gefordert sein. Außerdem fährt mit Michel Schäfer ein Linkshänder aus der zweiten Mannschaft mit nach Großwallstadt.

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