Drittliga-Handballer gewinnen deutlich

Eintracht Baunatal zeigt Trotzreaktion gegen Bieberau-Modau

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Kaum zu stoppen: Baunatals Kevin Trogisch (rechts) war mit neun Treffern der beste Torschütze. Hier hält ihn Bieberaus Maximilian-Leon Bettin fest. Sein Teamkollege Fynn Reinhardt beobachtet die Szene. 

Wiedergutmachung war angesagt. Und tatsächlich folgte auf die enttäuschende Darbietung gegen Leutershausen eine rundum gelungene Reaktion. Handball-Drittligist Eintracht Baunatal zeigte der HSG Bieberau-Modau im letzten Heimspiel des Jahres die Grenzen auf. Beim ungefährdeten 35:26 (17:15)-Erfolg gab es wahrlich nicht viel zu meckern.

„Wir wollten den Sieg mehr“, gab Eintracht-Trainer Dennis Weinrich eine Erkenntnis preis, die sicher auch dem Großteil der 330 Zuschauer in der Baunataler Rundsporthalle nicht verborgen blieb. Entschlossenheit war ein Stichwort – gerade zu Beginn der Partie. Schnörkellos, temporeich und über wenige Stationen zogen die Gastgeber ihr Spiel auf. Und nach frühem Rückstand zimmerte Kevin Trogisch, der nur so vor Selbstbewusstsein strotzte, den Ball mit Karacho ins Netz – ab durch die Hosenträger von HSG-Torwart Martin Juzbasic.

Eine Szene mit Symbolcharakter. Denn irgendwie passte an diesem Abend vieles zusammen. Sven Vogel legte per Doppelschlag nach und sorgte so für eine 3:1-Führung. Und obwohl die Gäste schnell wieder ausgeglichen hatten, blieb die Eintracht ruhig und gelassen. So leicht ließ sie sich nicht aus dem Konzept bringen. Was folgte, war ein Fünf-Tore-Lauf. Ein Umstand, der den Gastgebern Sicherheit gab. In jener Phase war auch Torwart Patrick Ziebert ein verlässlicher Rückhalt, weil er mehrfach blitzschnell reagierte und sich so ein Sonderlob von Coach Weinrich verdiente. „Wir hatten heute die bessere Torwartleistung“, so der Übungsleiter.

Als der Eintracht-Motor ein wenig ins Stocken geriet und sich die HSG besonders über Linksaußen und die Tore von Robin Marquardt wieder zurück ins Spiel kämpfte, kam der Halbzeitpfiff. Eigentlich genau zur richtigen Zeit. Denn nach der Unterbrechung fanden die Baunataler ihren Rhythmus wieder. Der Ball lief nach kurzer Schwächephase wieder flüssig durch die Reihen und das Angriffsspiel hatte seine Durchschlagskraft zurück. Und auch Unterzahlsituationen konnten der Eintracht nichts anhaben. Zielstrebig vorgetragene Angriffe rollten Richtung gegnerisches Tor und spätestens Mitte der zweiten Halbzeit drängte sich mehr und mehr der Eindruck auf, als könnte dieses Spiel nicht mehr kippen.

Und das tat es auch nicht. Bei den Gästen, die im Hinspiel noch die Oberhand behielten, schien die Luft raus zu sein – zu deutlich hatte sich die Eintracht bereits abgesetzt. Zwei Tore von Phil Räbiger sorgten dann für die Vorentscheidung – 30:24 stand es zehn Minuten vor Schluss. Weinrich wechselte nochmal fleißig durch, was sich aber keinesfalls auf den Spielfluss auswirkte. Die Eintracht präsentierte sich – passend zur Jahreszeit – eiskalt vor dem Tor und schraubte das Ergebnis in die Höhe. Allerdings luden die großzügigen Lücken in der Gästeabwehr regelrecht dazu ein.

Von Raphael Wieloch

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