3. Handball-Liga: Baunataler schlagen Northeim im Heimspiel mit 31:27 – Vogel trifft siebenmal

Eintracht feiert glanzlosen Sieg

Umkämpft: Baunatals Phil Räbiger (links, hier gegen Paul Hoppe) traf gegen Northeim nicht nur sechsmal selbst, sondern hatte auch das Auge für den Nebenmann. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Zuerst die guten Nachrichten: Beim Handballspiel der 3. Liga Ost zwischen Eintracht Baunatal und dem Northeimer HC stimmte – aus Baunataler Sicht – das Ergebnis, denn die Eintracht feierte in der heimischen Rundsporthalle einen 31:27 (14:10)-Sieg. Das Lob ihres Trainers Mirko Jaissle verdiente sich die Mannschaft auch wegen ihrer guten Abwehrarbeit. Das gilt allerdings nicht für die zweite Halbzeit, denn in den letzten 30 Minuten stellten beide Mannschaften – warum auch immer – ihr Defensivverhalten ein.

Jaissle aber wollte auch die zweite Halbzeit nicht nur aus der pessimistischen Sicht betrachten. „Wir hatten mehr Zug zum Tor als zuletzt bei der 24:27-Niederlage in Großsachsen“, sagt Baunatals Trainer, dem auch gefallen hat, dass die Spieler, die nicht zur Stammsechs gehören, gegen Northeim keinesfalls abgefallen sind.

Aber trotz der zwei Punkte auf der Habenseite gab es bei der Eintracht mehr Defizite als positive Aspekte. Die Langsamkeit der Bewegungen im Angriff hatte zur Folge, dass die Spielzüge zu oft abgebrochen werden mussten, worunter besonders die Außen Sven Vogel und Felix Geßner zu leiden hatten. Dass Vogel (7 Tore) und Geßner (4) insgesamt trotzdem elf Treffer erzielten, lag mehr an deren Eigeninitiative als an der Unterstützung von ihren Nebenspielern.

So kam es, dass der Northeimer HC die ersten 18 Minuten der zweiten Halbzeit mit 12:10 für sich entschied und beim Stande von 22:24 noch nicht besiegt war. Es war die Phase, in der die vorher noch so starke Abwehr gar nicht mehr in das Geschehen eingriff und die eigentlich harmlosen Südniedersachsen zum Torewerfen einlud.

Tore aus allen Lagen

In der Schlussphase aber profitierte die Eintracht von ihrer Fähigkeit, Tore aus allen Lagen erzielen zu können. Neben Vogel und Geßner trafen vor allem Phil Räbiger aus dem Rückraum und Felix Rehberg vom Kreis. So stand die Eintracht sechs Minuten vor dem Abpfiff beim 29:23 als Sieger fest.

Und beim anschließenden Plausch unter Spielern und Fans fiel dieser Satz besonders oft: „Hauptsache gewonnen.“ Apropos Fans: Die Zuschauer waren am Samstag ebenso wie die Spieler nicht in Bestform. In der Rundsporthalle war es so leise, als würde dort ein Klavierkonzert stattfinden. Aber Handballer mögen es laut, und Mirko Jaissle sagt: „Unsere Mannschaft hätte mehr Unterstützung von den Rängen verdient.“

Von Gerd Brehm

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