Schluss nach 40 Jahren

Sascha Schardt beendet Eishockey-Karriere bei Kassel 89ers

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Im Eishockey-Ruhestand: Sascha Schardt. 

Kassel. Déjà-vu für Sascha Schardt: Es ist Samstagmorgen, 8 Uhr. Der 47-Jährige zieht sich für ein Eishockeyspiel um. Es wird das letzte seiner Karriere sein.

In der Nachwuchs-Kabine schnürt er seine Schlittschuhe. Gleich geht’s raus aufs Eis: Der Gegner kommt aus Frankfurt. „Alles genau wie bei meinem ersten Eishockeyspiel vor 38 Jahren“, sagt der Stürmer. Mit Eröffnung der Eissporthalle im Jahr 1977 begann auch die Karriere des heutigen Media-Beraters, dessen Vater Hans-Rudolph Vorstandsmitglied der damaligen ESG Kassel war. „Eishockey war für mich immer ein ganz besonderes Hobby“, sagt Schardt. „Aber irgendwann ist es an der Zeit, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen.“

Sein letztes Spiel mit den EJ Kassel 89ers in der Hessenliga am vergangenen Samstag war ein sehr emotionaler Moment. „Als Trainer Matthias Kolodziecjzak sich in seiner Rede auch für meinen Einsatz bedankt hat, sind mir viele Erinnerungen wieder in den Sinn gekommen.“ An den Aufstieg in die zweite Liga in der Saison 1989/90 und seinen späteren Wechsel nach Braunschweig. An die „Boys are back in Town“-Spiele und besonders an das eine, als die Hanson-Brothers zu Gast in Kassel waren. An die Hessenmeisterschaft im Jahr 2011, als er seinen Sohn Samuel in seinen Armen bei der Ehrenrunde für Eishockey begeisterte.„Schöne Zeiten“, sagt Schardt ein wenig sentimental.

Manchmal bereut er, dass er nicht mehr aus seinem Talent gemacht hat. „Ich habe mich oft zu sehr darauf ausgeruht.“ Sohn Samuel ticke da anders. „Er ist sehr ehrgeizig.“ Schardt unterstützt ihn, begleitet ihn viermal in der Woche zum Training und unterstützt die EJK bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Eishockey in Kassel ist für ihn eine Herzensangelegenheit. „Auch, weil es hier so familiär und kameradschaftlich zugeht.“

Obwohl sein Spielerpass nach 40 Jahren aktiver Eishockey-Karriere nun abgelaufen ist, wird Schardt weiterhin mit den 89ers trainieren. „Joggen ist nicht mein Ding“, sagt der Mann mit dem Torriecher. „Deswegen will ich mich weiterhin mit Eishockey fit halten.“

Von Carina Wagener

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