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Elgershäuser Tischtennis-Neujahrsturnier: Weite Anreisen und ein Rekord

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Toller Einsatz: Elias Eilert von Eintracht Baunatal schafft es in der C-2-Klasse bis ins Viertelfinale.
Voller Einsatz: Elias Eilert von Eintracht Baunatal schafft es in der C-2-Klasse bis ins Viertelfinale. © Andreas Fischer

Alle guten Dinge sind drei: Nachdem die 59. Ausgabe des traditionellen Elgershäuser Tischtennis-Neujahrsturnier bereits zweimal coronabedingt abgesagt werden musste, griffen am vergangenen Wochenende 194 Spielerinnen und Spieler aus Nah und Fern zu Ball und Schläger.

Starke Beteiligung

„Weil die Wettkämpfe in vielen Bundesländern abgesagt wurden, haben wir in diesem Jahr eine sehr gute Beteiligung“, sagt Turnierleiter Marcus Peter. „Allein in der offenen Klasse sind 20 Mannschaften und damit doppelt so viel wie sonst üblich angetreten.“ Die Zweierteams kamen dabei nicht nur aus der Region, sondern reisten aus Münster, Düsseldorf, Celle und Leipzig an, um endlich wieder Wettkämpfe spielen zu können. Dabei hatten die Elgershäuser lange überlegt, ob die Durchführung des Turniers in dieser Pandemiesituation überhaupt möglich ist. „Bis zuletzt hat der Vorstand das Hygienekonzept immer wieder angepasst“, sagt Peter. Für den Verein bedeutet die Pandemie einen großen Mehraufwand.

Mit Umsicht

Hände desinfizieren, Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorzeigen, in der Luca-App einchecken. Vereinsmitglied Harald Menges kontrolliert am Einlass, dass alles seine Richtigkeit hat. „Alle sind verständnisvoll und gehen umsichtig mit den Maßnahmen um“, sagt er erleichtert. Die Maske darf nur am Tisch abgenommen werden. Das Midsize-Table-Turnier an kleineren Tischen fällt diesmal aus, damit das Catering in gut durchlüfteten Räumen angeboten werden kann. Und statt sonst 19 Tischen stehen diesmal nur 15 Platten in der Hoofer Schauenburghalle.

Ein Rekord

Das sorgt gleich dafür, dass es einen Rekord gibt: Zwar ist der Elgershäuser Wettkampf für lange Turniernächte bekannt. Bis 8.06 Uhr in der Früh ging es jedoch noch nie. In der Herren B-Klasse setzte sich um diese Uhrzeit das Team um Jörg Hengstberger und Patrick Heymann (TV Groß Zimmer/SV Darmstadt 98) gegen Max Schröter und Jonas Ertelt (TuS Rahm/DJK Annen) durch. Zwei, die bis zum letzten Ballwechsel dabei waren, sind Philipp Kupke und Lukas Frieling. Die beiden 27 Jahre alten Studenten spielen zwar beim TTC, sind für das Neujahrsturnier aber extra aus ihren Studienorten Frankfurt und Estland angereist. „Das hat für uns schon Tradition, um alte Kollegen wiederzusehen und gemeinsam Spaß beim Turnier zu haben.“ Nachdem ihre eigenen Wettkämpfe in der Nacht von Freitag auf Samstag beendet sind, übernehmen die beiden noch die letzte Schicht am Tresen und räumen auf.

Kupke schläft anschließend ein, zwei Stündchen in der Halle, um am nächsten Morgen gleich den nächsten Wettkampf zu spielen. „Ich habe mich auf den Mattenwagen gelegt und mit einer Umrandung zugedeckt“, lacht Kupke. Dank des ein oder anderen Biers schläft er auf der ungewöhnlichen Unterlage sogar ganz gut: „Auf einer Skala bis zehn würde ich eine fünf vergeben“, sagt Kupke augenzwinkernd. In der C2-Klasse scheiden er und Frieling im Viertelfinale aus und sind zufrieden mit ihrer Leistung.

Gemischtes Doppel

Dort treten auch Laura Albers vom TSV Ihringshausen und Elias Eilert vom GSV Eintracht Baunatal an. Sie haben die Ferien genutzt und beim All5-Lehrgang in Großenritte hart trainiert, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Laura ist eine von zwei Frauen im Wettkampf. „Das Spiel gegen die Männer ist ein ganz anderes, aber es macht Spaß“, sagt sie. „Wir sind super motiviert, weil wir endlich wieder einen Wettkampf spielen können“, ergänzt Eilert. Beide spielen zum ersten Mal zusammen und scheiden ebenfalls im Viertelfinale aus. Sieger in der C2-Klasse werden Gunnar Schmitt und Peter Linsing von der FT Niederzwehren.

Weiteste Anreise

Eine der weitesten Anreisen hatten Timo Spill und Jiahe Tong von Borussia Düsseldorf. Damit der 14- und der 13-Jährige Wettkampferfahrung sammeln können, nimmt Mutter Maja Spill die lange Fahrt gern in Kauf. „Wir sind gut durchgekommen, das Turnier ist toll organisiert und die Jungs haben ihren Spaß. Was will man mehr?“, fragt sie. Und so blicken wohl alle Teilnehmer zufrieden auf dieses besondere 59. Elgershäuser Neujahrsturnier. (Carina Wagener)

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