Bewegung für Nordhessen: Experte gibt Tipps beim Gesundheitstag der Firma Dr. Schumacher

Energie-Tankstelle gegen Stress

Stress im Job: Termindruck und ständige Erreichbarkeit erhöhen den Stressfaktor und können krank machen. Foto: dpa

Beiseförth. Steigender Druck, ständige Erreichbarkeit, viele Überstunden: Das Arbeitsleben verändert sich rasant. Die Folgen für Arbeitnehmer: Stress. Die Mitarbeiter der Firma Dr. Schumacher aus Malsfeld-Beiseförth haben nun beim Gesundheitstag der Barmer GEK gelernt, wie sie verhindern können, „keinen Stress mit dem Stress“ zu bekommen.

So lautete der Titel eines Vortrages, den der Sozial- und Gesundheitspädagoge Birger Adolph-Gabriel jetzt im Unternehmen gehaten hat. „Es gibt zwei Voraussetzungen für Stress: Erstens, man kann nicht Nein sagen, und zweitens, man will perfekt sein“, sagt der Coach. Vor allem Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Dienstleistungsbereich seien betroffen. „Dabei ist es egal, welchen Job man macht. Sei es am Band oder in der Chefetage“, fügt Adolph-Gabriel hinzu.

Anzeichen von Stress können Schlaflosigkeit, Schmerzen oder Konzentrationsmangel sein. „Die Zeichen der Überforderung muss jeder selbst erkennen“, erklärt der Coach. Nur dann könne man gezielt dagegen vorgehen. „Arbeit macht aber nicht per se krank“. Diese Tipps des Experten helfen, Stress abzubauen.

1.Ernährung: Eine gesunde Ernährung hilft gegen Stress. Frische Lebensmittel tragen dazu bei. Das Essen sollte zu festen Zeiten eingenommen werden, Fernseher und Handy sind dabei tabu.

2.Bewegung: Der Experte rät, sich mindestens zwei- bis dreimal in der Woche zu bewegen. Es muss kein Leistungssport sein. 30 Minuten an der frischen Luft tragen zum Stressabau bei.

3.Entspannung: „Sorgen Sie für genügend Schlaf“, rät der Sozial- und Gesundheitspädagoge. Auch eine Entschleunigung im Alltag trägt dazu bei, Stresssymptome zu lindern. Soll heißen: Wenn möglich, Termine am Tag sinnvoll verteilen und bewusste Pausen einbauen.

4.Handyfreie Zone: „Die Nutzung des Handys erhöht den Stressfaktor um zehn“, sagt Adolph-Gabriel. Wählbare Belastungen, wie die Nutzung von Telefon, Fernsehen oder Computer sollten gemieden werden. Ebenfalls rät der Experte die Pflege des eigenen sozialen Netzwerks.

5.Energie-Tankstelle: „Richten Sie sich Ihre persönliche Energietankstelle ein“, lautet der Ratschlag des Experten. Dies kann etwa ein Bild aus dem Urlaub sein, mit dem man etwas Besonderes verbindet. „Das Bild anschauen, kurz abschalten und der Energiespeicher füllt sich“, sagt er.

Von Axel Schürgels

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