Traditionsturnier in der Aueparkhalle: Süsterfeld gewinnt Finale gegen Erzrivalen VfL Kassel mit 1:0

Erst Siegtor, dann am Zeh verletzt

In bester Laune: Die siegreichen Fußballer des VfB Süsterfeld mit (hinten von links) Hartmut Völz, Matthias Eisenbach, Frank-Flado Wenzel, Gerd Jarczyk, Mario Bierschenk, Achim Herwig, Carsten Most sowie (davor) Uwe Zenkner, Andreas Steinhaus, Mustafa Hoscan, Olaf Sonnenschein und Stefan Fischer. Fotos: Fischer

Kassel. Wer behauptet, Altherren-Fußballer hätten auf dem Feld kein Temperament, der konnte sich beim Eisenbach-Tresore-Cup in der Kasseler Aueparkhalle eines Besseren belehren lassen. Für das Finale hatte der kollegiale Spaß der Kicker, die für den guten Zweck spielten, Pause. Dort standen sich mit dem VfB Süsterfeld und dem VfL Kassel zwei Erzrivalen gegenüber, und so lieferten sich die beteiligten Fußballer einen packenden Vergleich.

Harte Zweikämpfe, viele Laufduelle – selbst die Sanitäter sowie Physiotherapeut Kai Thöne mussten zweimal aufs Feld, nachdem sie zuvor fünf Stunden nahezu beschäftigungslos waren. Am Ende hoben die Süsterfelder die Trophäe in die Höhe. Mario Bierschenk hatte in der fünften Minute das einzige Tor erzielt.

Doch seinen Triumph konnte der langjährige Trainer des TSV Oberzwehren nicht auskosten. In der siebten Minute musste er mit einer Zehenverletzung vom Parkett. Nach der Siegerehrung ging es direkt ins Krankenhaus. „Ich freue mich über den Sieg, aber die Verletzung ist bitter“, sagte Bierschenk. Sein Ausfall war doppelt ärgerlich. Zum einen, weil er sich nicht nur für sein Siegtor nicht feiern lassen konnte. Zum anderen, weil er mit Joachim Herwig und Andreas Steinhaus das Organisations-Team bildete.

Für einen guten Zweck

Kicken und damit Gutes bewirken: Unter diesem Motto hatten insgesamt zwölf Mannschaften an dem Turnier teilgenommen. Insgesamt 2000 Euro konnten durch die Sponsoreneinnahmen an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übergeben werden. „Wir freuen uns über die Spende und werden sie nutzen, um das EKG in unserem Baby-Notarztwagen zu finanzieren“, erklärte Michael Hillmann, Vorsitzender des ASB-Regionalverbandes Kassel-Nordhessen. Die Einnahmen, die durch Eintrittsgeld und Spenden generiert wurden, gingen an die Familie des verstorbenen Fußballers Ingo Turski.

Bereits im Viertelfinale war Schluss für die Fußball-Prominenz des KSV Hessen Kassel. Holger Brück musste als Trainer seiner Traditionsmannschaft mit ansehen, wie Titelverteidiger Schauenburg den Löwen den Schneid abkaufte. Zwar hielt Torwart Horst Kaiser die Kasseler über die reguläre Spielzeit beim 0:0 im Spiel und ließ auch den mit fünf Treffern erfolgreichen Torschützenkönig des Turniers, Dirk Lej, verzweifeln, im Neunmeterschießen setzten sich die Lila-Weißen aber mit 3:2 durch. „Natürlich hat man auf dem Feld sportlichen Ehrgeiz, aber in erster Linie geht es um den guten Zweck“, erklärte der frühere KSV-Kapitän Enrico Gaede.

Ein Höhepunkt für die Zuschauer war das Einlagespiel zwischen einer Sponsorenelf und den Kassel Huskies, für die der Ex-Spieler und heutige Trainer Milan Mokros sogar den 2:2-Endstand erzielte. „Gut, dass das Spiel nur zehn Minuten geht, sonst wäre der Druck des Sponsorenteams doch zu groß gewesen“, bilanzierte er augenzwinkernd.

Von Tobias Kisling

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