Handball: Ex-Trainer Andreas Paul wird die Spiele des TSV Vellmar weiter verfolgen

Erst mal auf die Tribüne

Dreimal Andreas Paul: Als Torwart im Januar 2010 im Oberligaspiel der Vellmarer gegen Kleenheim (oben), beim Amtsantritt als Trainer der Männer im Februar 2005 (oben links), im letzten Spiel als Trainer des TSV Vellmar am 5. November 2017 (links). Fotos: Fischer 2, Malms

Vellmar. Andreas Paul wird jetzt erst einmal eine Pause vom Handball machen. Der 41-Jährige hatte am Sonntag nach der 22:28-Niederlage des Oberligisten TSV Vellmar gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II sein Amt als Trainer der Nordhessen niedergelegt.

Der Ex-Trainer

„Meine Ansage vor dem Spiel war klar“, sagt Andreas Paul. „Unstimmigkeiten in der Mannschaft werde ich nicht dulden.“ Aber, so Paul, es habe während des Spiels doch wieder Diskussionen untereinander gegeben. „Da stand mein Entschluss fest.“ Eine Mannschaft müsse, auch wenn es nicht gut läuft, zusammenhalten. „Ich werde jetzt erst einmal mehr Zeit für meine Familie haben“, sagt Paul. Ein anderer Trainerjob kommt für ihn vorerst auf keinen Fall in Frage. Das heißt, einen hat er ja noch. Paul trainiert die Minis des TSV Vellmar: „Das macht richtig Spaß, das werde ich auch weitermachen.“ Und die Großsporthalle in Vellmar wird für Paul jetzt auch nicht zur Tabuzone erklärt, wenn die Männer spielen. „Bei den Spielen der Frauen sitze ich ja sowieso auf der Tribüne, dann jetzt eben auch bei den Männern.“

Der Manager

„Wir bedauern die Entscheidung von Andreas Paul sehr“, sagt TSV-Manager Marin Ziegener. „Wir haben mit ihm immerhin den größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte feiern können.“ Zum Ende der Saison 2015/16 war der TSV Vellmar mit der Männer- und der Frauenmannschaft von der Landes- in die Oberliga aufgestiegen. „Der Verein ist jetzt intensiv auf der Suche nach einer praktikablen Lösung. Wir hoffen, dass wir zum Auswärtsspiel am Samstag beim TV Kirchzell schon einen neuen Trainer haben“, so Ziegener weiter. Von dem erhoffe man sich auch neue Impulse, „um das Unternehmen Oberliga wieder auf Kurs zu bringen.“

Die Spieler

Lance-Phil Stumbaum, der 2010 von der HSG Baunatal nach Vellmar kam, nötigt die Entscheidung von Andreas Paul Respekt ab. „Wir müssen jetzt als Mannschaft die Chance, die uns mit diesem Neuanfang gegeben wurde, nutzen“, sagt der Linksaußen. Ähnlich sieht das auch Linkshänder Kevin Trogisch, der die zweite Saison beim TSV Vellmar bestreitet: „Das ist ein Neuanfang, aus dem die Mannschaft jetzt etwas machen muss.“

Von Peter Fritschler

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