Veranstalter hoffen auf Perspektiven – Teilnehmerbegrenzungen möglich

Erste Läufe des Nordhessencups bereits abgesagt

Armin Hast
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Armin Hast

Erneut wird der Nordhessencup mindestens teilweise ein Opfer der Pandemie. Nachdem bereits im vergangenen Jahr fast die gesamte Laufserie abgesagt werden musste, haben auch jetzt die ersten Veranstalter die Notbremse gezogen.

Bereits abgesagt sind die Veranstaltungen in Hofgeismar (14. März), in Eschwege (21. März), in Hessisch Lichtenau (27. März), in Rotenburg (Ostern) in Kaufungen (17. April) und in Niedermeiser (8. Mai).

„Da aktuell keinerlei Perspektiven vorhanden sind, ab wann und unter welchen Auflagen Laufveranstaltungen veranstaltet werden können, ist es müßig, sich mit weiteren Planungen zu beschäftigen. Ideen und Varianten sind bisher nur in den Köpfen vorhanden. Außer der Anmeldung der Läufe haben daher die meisten Vereine keine Zeit und kein Geld in die Planung investiert“, sagt Armin Hast, Vorsitzender des Nordhessencups, der als Verein das Gesamtereignis koordiniert, während die Läufe von einzelnen Veranstaltern verantwortet werden.

„Wenn Laufveranstaltungen durchgeführt werden sollen, benötigen Veranstalter eine nicht unerhebliche Vorlaufzeit. Es sind zum Bespiel Genehmigungen einzuholen, Helferpläne zu erstellen, Laufstrecken zu markieren. Zudem stellen sich die Fragen, ob und wie Hygienekonzepte an den jeweiligen Veranstaltungsorten umgesetzt werden können, ob der Verkauf von Speisen und Getränken wieder erlaubt wird“, sagt Hast weiter und hofft dennoch, dass im Laufe des Jahres vielleicht noch etwas möglich ist für die Lauffreunde der Region.

Dabei könnte der Lauf, den der WVC Auedamm im vergangenen August unter strengen Hygienevorschriften organisiert hat, Modellcharakter bekommen. So waren dort nur 250 Teilnehmer zugelassen, und es wurde in Blöcken gestartet. „Wir würden dann wohl in diesem Jahr auf eine Wertung verzichten. Sollte längerfristig eine Teilnehmerbegrenzung notwendig werden, müsse man natürlich auch über Veränderungen bei der Cup-Wertung nachdenken“, sagt Hast, der notfalls auch die für 2020 geplante 35. Auflage der Nordhessencupserie auf 2022 verschieben würde.

Der 52-Jährige macht sich außerdem Sorgen, dass vielleicht nicht alle Sponsoren die Corona-Zeit gut überstehen. Auch die gesellschaftliche Komponente einer Veranstaltung, bei der jährlich rund 10 000 Läufer und Läuferinnen bei 18 oder 19 Veranstaltungen unterwegs sind, sei beträchtlich, meint Hast. „Die bisherige „Salamitaktik“ stößt immer mehr auf Unverständnis. Nach fast einem Jahr Erfahrung mit dem Corona-Virus sollte es im Interesse des gesamten Landes und der Menschen – nicht nur des Sportes – möglich sein, nachvollziehbare und belastbare Strategien und Regeln aufzustellen.“

Von Martin Scholz

Organisator Nordhessencup

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