Vellmar macht aus einem 0:1 ein 2:1 – Sebastian Wagener trifft per Fallrückzieher

Per Fallrückzieher: Ein Traumtor zur rechten Zeit beim OSC Vellmar

Das 1:1 und Sebastian Wagener liegen in der Luft: Beobachter sind Viktor Krist (von links), Dorian Ahouandyinou, Jan Hertrich und Christian Brinkmann. Foto: Musmann

Vellmar. So ist Fußball. 40 Minuten war der OSC Vellmar in seinem Hessenliga-Heimspiel gegen die Sportfreunde Seligenstadt hoffnungslos unterlegen, ehe die Mannschaft von Trainer Mario Deppe innerhalb von vier Minuten aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung machte.

Da sich an diesem Ergebnis bis zum Schlusspfiff nichts mehr änderte, feierte der OSC einen 2:1-Sieg, der ein ganz großer Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt war. Theoretisch - aber wirklich nur sehr theoretisch - sind die Vellmarer zwar noch gefährdet, aber an den Abstieg glauben nun selbst die größten Pessimisten nicht mehr. 

Aber zurück zu den Toren: Der Treffer, den Sebastian Wagener in der 40. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 erzielt, ist so schön, dass er das Tor des Monats werden könnte. Wie einst Klaus Fischer liegt Wagener mit dem Rücken zum gegnerischen Tor in der Luft. Vellmars Innenverteidiger trifft den Ball opimal, und das Spielgerät landet - für Seligenstadts Torwart Mike Wroblewski unhaltbar - im, vom Schützen aus gesehen, rechten unteren Eck. „Das war mein bisher schönstes Tor“, wird Wagener später sagen, und wir fügen hinzu: Es war gewiss auch einer seiner wichtigsten Treffer.

Und schon in dem Moment, in dem der Ball im Netz landete, war vergessen, dass der OSC Vellmar am Samstag einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Zwar hatte das 2:1-Endergebnis mit dem Spielverlauf nichts zu tun, aber der Sieger bekommt nun mal auch dann drei Punkte, wenn der Gegner die haushoch überlegene Mannschaft war. Dies gilt besonders für die erste Halbzeit, in der die Gäste mindestens fünf Treffer erzielt hätten, wenn sie nur die hochkarätigsten ihrer ungezählten Torchancen genutzt hätten.

Angesichts des Resultats und des sehr wahrscheinlichen Klassenerhalts wollte Mario Deppe aber nicht allzu hart mit seinen Spielern ins Gericht gehen. Natürlich hatte auch Deppe den großen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften registriert, aber Vellmars Trainer sagte auch: „Die Chance auf den Klassenerhalt war für viele Spieler offenbar eine Last.“

In der Halbzeitpause ist es Deppe dann offenbar gelungen, seine Spieler von dieser Last zu befreien, denn in der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine phasenweise ausgeglichene Partie, in der es der OSC aber versäumte, seine sich häufenden Konterchancen zu nutzen.

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