Fragen und Antworten: Sportkreis und Landessportbund zum Thema Integration

Flüchtlinge sind versichert

Informierte in Eppo’s Klubhaus: Sportkreis-Vorsitzender Roland Tölle. Foto:  Malmus/nh

Kassel. Der Sportkreis Region Kassel sowie der Landessportbund Hessen lud regionale Sportvereine zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema „Sport und Flüchtlinge“ ein. Etwa 200 Interessierte, darunter zahlreiche Vereinsvertreter, fanden sich in Eppo’s Klubhaus ein. Fragen und Antworten:

? Wer hat von seinen Erfahrungen zum Thema Integration berichtet?

!Diana Bruch, Referentin des Landessportbundes Hessen, moderierte die Veranstaltung. Weitere Referenten mit Praxisbeispielen und Erfahrungsberichten waren Herbert Anacker (Bildungsakademie des Landessportbundes und Vorstandsmitglied Sportkreis Region Kassel), Christopher Vogel (Dynamo Windrad), Torsten Fiege (Kreisjugendreferent evangelischer Kirchenkreis Wolfhagen) und Peter Schreiber (Sportjugend Hessen).

? Wie kann der Sport die Integration der Flüchtlinge unterstützen?

!Roland Tölle, Vorsitzender des Sportkreises Region Kassel, erklärte: „Der Sport besitzt nach wie vor die größte Integrationskraft in unserer Gesellschaft. Er überwindet religiöse, ethnische und wirtschaftliche Gegensätze spielend und ist einfach nicht zu ersetzen.“ Außerdem könnten Sporteinheiten dabei helfen, den Weg in einen geordneten Alltag wiederzufinden. Traumatisierten Schutzsuchenden werde das Ankommen in Deutschland somit erleichtert.

? Worüber wurde sonst noch berichtet?

!Angelika Ribler berichtete als Referentin für Jugend- und Sportpolitik der Sportjugend Hessen von Projekten in Südhessen. Außerdem informierte sie die Anwesenden, dass registrierte Flüchtlinge über die zuständigen Sozialämter ihrer Kommunen krankenversichert seien. In Vereinen sporttreibende Geflüchtete sind in Hessen zusätzlich über die Arag-Versicherung versichert, die letztlich mit dem Landessportbund kooperiert.

? Gab es Erfahrungsberichte und Beispiele von sportlicher Integration Geflüchteter in der Region?

!Ja. Herbert Anacker erzählte, wie in Wolfhagen mithilfe kommunaler Politiker, Kirchen- und Sportvereinsvertreter ein ehemaliger Bundeswehrsportplatz zur Nutzung durch Flüchtlinge freigegeben wurde. Die Flüchtlinge aus der Pommernanlage in Wolfhagen kümmerten sich selbst um die Instandsetzung des verwahrlosten Areals, und eine nordhessische Prominentenauswahl trat zu einem Eröffnungsspiel an.

• Weitere Informationen erteilt der Flüchtlingsbeauftragte des Sportkreises Region Kassel, Stefan Schindler, per E-Mail: schindler-stefan@t-online.de

Von Volker Hennig und Gregory Dauber

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