Interview mit Karlheinz Pflipsen, der mit Gladbachs Traditionsmannschaft zu Gast ist

Die Fohlen sind in Vellmar

Großes Ballgefühl: Karlheinz Pflipsen, hier in jungen Jahren im Trikot von Borussia Mönchengladbach. Archivfoto: privat

Kassel. Der OSC Vellmar erwartet hohen Besuch zum Geburtstag. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens kommt die Weisweiler Elf, die Traditionsmannschaft des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, auf den Sportplatz am Schwimmbad. Dort trifft sie am Samstag ab 16 Uhr auf die Alten Herren des OSC. Wir sprachen vor dem Spiel mit dem ehemaligen Nationalspieler Karlheinz Pflipsen, der am Samstag für die Borussen aufläuft.

Herr Pflipsen, wie häufig stehen Sie noch selbst als Spieler auf dem Platz?

Karlheinz Pflipsen: Wir haben ca. 25 Spiele im Jahr und ich versuche, an so vielen wie möglich teilzunehmen. Es macht immer wieder Spaß und es hält uns ein wenig länger fit. Training gibt es bei uns jedoch nicht mehr.

An welches Ereignis in Ihrer Profi-Karriere erinnern Sie sich bis heute besonders gern zurück?

Pflipsen: Natürlich an die schönen und vor allem erfolgreichen Zeiten. Da fallen mir auf Anhieb der Pokalsieg mit Gladbach 1995 ein, genauso wie der erneute Einzug ins Pokalfinale mit Alemannia Aachen als Zweitligist und nicht zu vergessen mein erstes A-Länderspiel für Deutschland beim US-Cup in Chicago. Aber ich habe im Laufe meiner Karriere so viele schöne Momente erlebt, dass es schwer ist, hier alle zu erwähnen.

Borussia Mönchengladbach war Ihre längste Station als Spieler. Warum war es Ihre schönste?

Pflipsen: Ich bin in Mönchengladbach geboren, habe viele Jahre in der Jugend gespielt und es dann in den Profikader geschafft. Insgesamt habe ich dort elf Jahre als Profi und weitere sieben Jahre in der Jugend gespielt. Ich habe also 18 Jahre lang meine Knochen für diesen Verein hingehalten und ich bin sehr stolz darauf, dass wir 1995 den letzten großen Titel für diesen Verein geholt haben.

Wie intensiv verfolgen Sie die Spiele des aktuellen Bundesliga-Teams der Borussia?

Pflipsen: Ich bin hin und wieder im Stadion.

Sind Sie außer bei den Einsätzen der Gladbacher Traditionself dem aktuellen Fußball heutzutage noch anders verbunden?

Pflipsen: Ich bin aktuell für den DFB unterwegs und sichte verschiedene Spiele und Spieler von der U-15 bis zur U-21 und schreibe im Anschluss meine Bewertung und leite diese weiter.

Auf welche Spieler der Weisweiler Elf dürfen sich die Zuschauer in Vellmar freuen?

Pflipsen: Den genauen Kader kenne ich noch nicht, das macht bei uns Peter Wynhoff, aber ich denke, er wird schlagkräftig sein.

Mit wem spielen Sie in der Traditionsmannschaft gerne zusammen?

Pflipsen: Am liebsten mit denen, die mir den Ball geben. Spaß beiseite, wir verstehen uns alle sehr gut und es macht auch im gehobenen Alter einfach Spaß zusammen mit den Jungs Fußball zu spielen und etwas für die Gesundheit zu tun. Darüber hinaus ist es auch für die jeweilige gegnerische Mannschaft immer wieder ein Erlebnis, gegen vielleicht dem ein oder anderen fußballerischen Vorbild aus vergangenen Tagen selbst zu spielen.

Und was ist das besondere an der Weisweiler Elf?

Pflipsen: Das besondere an der Weisweiler-Elf ist aus meiner Sicht, dass wir es geschafft haben mehrere Generationen von Spielern unter einen Hut zu bringen, die alle noch gerne Fußball spielen und gesellig Zeit miteinander verbringen.

Von Manuel Kopp

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