Felix Haßmann

Er nahm erst einmal seinen Helm ab, atmete durch und klopfte seinem Schimmelhengst Cayenne anerkennend auf den Hals: Seit sechs Jahren sind Felix Haßmann und der Holsteiner ein Gespann, nun setzen sie ihr Erfolgsjahr mit dem Triumph beim Großen Preis von Spangenberg fort. Im Mai erst hatte der 31-Jährige die Goldene Peitsche in Nörten-Hardenberg gewonnen, im Juni beim Pfingstturnier in Wiesbaden den Preis von Hessen.

„Die schönsten Siegerschleifen hängen in unserer Sattelkammer“, erklärt er, lacht gelöst und verteilt erst einmal viel Lob. An seinen Hengst: „Cayenne ist einfach super drauf. Er hat mich noch nie im Stich gelassen.“ Und an die Veranstalter: „Es ist ein sehr schönes Turnier, traumhaft. An dem Zusatz mit Herz ist wirklich etwas dran. Man merkt in jedem kleinen Detail, dass die Menschen um die Familie Pfanzelt voll dahinter stehen.“

Apropos Familie: Auch Haßmann hat neben fünf Pferden für zwölf Prüfungen seine Familie dabei: die Eltern, die Freundin, Bruder Toni startet selbst. Beide verbindet ein herzliches Verhältnis, im Parcours aber sind beide Kontrahenten: Nach dem Sieg des Jüngeren scherzte der 41-Jährige: „Wenn ich schon nicht im Stechen starte, dann kann er auch gewinnen.“

Im Tecklenburger Land liegt die Heimat der Familie, auf dem elterlichen Hof arbeitet Felix Haßmann als Pferdewirt. Nun dürften seine Top-Pferde Cayenne und Balance eine Woche pausieren. Und dann geht’s zum Chio nach Aachen. Gut möglich, dass mit Felix Haßmann und Cayenne in dieser Form auch dort zu rechnen ist.

Erst einmal aber geht es zurück in die Heimat. Knapp drei Stunden brauche er. Doch für Sieger gibt es keine Pause: Haßmann sagt: „Ich fahre den Lkw selbst.“ Cayenne hat es da besser. „Für ihn gibt es eine Ladung kaltes Wasser. Wie Eiswasser bei Leistungssportlern.“ (mis)     

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