Saison noch fraglich

Football: Kassel Titans kehren zurück ins normale Training

Da ist der Football: Die Junioren der Kassel Titans (von links) Szabolcs Lengyel, Moritz Körner, Len Grübbel, Max Schönrock und Luca Brinner dürfen ab dem 1. August wieder ganz normal trainieren.
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Da ist der Football: Die Junioren der Kassel Titans (von links) Szabolcs Lengyel, Moritz Körner, Len Grübbel, Max Schönrock und Luca Brinner dürfen ab dem 1. August wieder ganz normal trainieren.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Kassel Titans unter der Corona-Krise leiden. Schließlich ist Football eine Sportart, bei der Kontakt nicht vermieden werden darf. So war ein Spielbetrieb nicht möglich, Training bisher nur eingeschränkt. Das ändert sich aber ab dem 1. August, dann ist auch für die Titans alles wieder erlaubt.

Das Training

„Die Zehn-Mann-Beschränkung ist für uns das größte Problem“, sagt Jarek Zielski, der Cheftrainer des Herren-Teams. Das betrifft weniger den ersten Teil des Trainings, denn da absolvieren die Titans ihre Übungen sowieso in getrennten Gruppen nach den jeweiligen Positionen. Umso mehr leidet aber das übliche Spiel zum Abschluss darunter. Da trifft normalerweise die Offensive auf die Defensive – also elf Spieler auf elf Spieler. Das waren bei den bisherigen behördlichen Vorgaben natürlich zu viele. Ab Samstag ist das aber kein Problem mehr, denn dann dürfen alle Vereine wieder uneingeschränkt ihren Sport ausüben.

Der Spielbetrieb

Ob die Saison 2020 – für die Kasseler Herren in der Oberliga und die Junioren in der Spielgemeinschaft mit Fulda in der Regionalliga – stattfinden kann, ist noch ungewiss. Titans-Trainer Zielski war zuletzt skeptisch. „Wenn die Spielzeit erst im September oder Oktober beginnt, müssten wir bei einer regulären Saison bis Ende des Jahres spielen. So wäre es nicht möglich“, sagt er und fügt hinzu: „Geisterspiele wären im Football nicht denkbar. Wir leben von den Einnahmen und dem Verkauf bei den Spielen.“

Der Platz

Ein anderes Problem müssen die Titans noch lösen: die Suche nach einem neuen Platz. Bis zur vergangenen Saison war die Hessenkampfbahn ihre Heimspielstätte. Das ist jetzt nicht mehr möglich. „Das Sportamt unterstützt uns sehr bei der Suche“, sagt Pressesprecher Lukas Eichner. Die Titans wollen einen festen Platz, auf dem sie spielen und trainieren können. Bisher findet das Training auf der Sportanlage Heisebach statt.

Die Perspektive

Und die Titans haben noch weitere Ziele: Sie wollen ein Frauen- und ein U16-Team aufbauen. Im Nachwuchs haben sie bereits ein U13-Team, das Flagfootball spielt, und die U19-Junioren. „Spieler können wir aber in allen Altersklassen gebrauchen – auch bei den Herren“, sagt Eichner.

Dennoch sei der Football-Boom in Deutschland auch bei den Titans in den vergangenen Jahren zu erkennen. „Beispielsweise haben wir nach jedem Super Bowl zehn Personen im Training, die mal reinschnuppern wollen. Davon bleiben meist aber nur zwei“, sagt Eichner.

Und was macht den Reiz beim Football aus? „Es ist nicht nur ein Sport, sondern eine Kultur. Man lernt als erstes Disziplin, Respekt und Anstand“, sagt Junioren-Spieler Max Schönrock und fügt hinzu: „Beim Football ist für jede Körperstatur etwas dabei. Und nur als Mannschaft kann man erfolgreich sein.“

Weitere Informationen zum Probetraining und Ansprechpartner finden Sie im Internet auf www.kassel-titans.de

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