Alfred Trachsel war aktiver Boxer und hat sich gern mit Promis ablichten lassen

Fotos mit allen Größen

Die Gewinner der Bezirksmeisterschaften am 7. März 1965 in der Kasseler Carl-Anton-Henschel-Schule mit (von links) Bezirksvorsitzender Franz Gerland, Gawlitta (Rotenburg), Bucher (Bad Wildungen), Neumann (KSV Hessen), Alfred Trachsel (ABC Wilhelmshöhe), Paschedag (ABC), Witt (Fulda), Pöckler (BAC), Kutschinski (Bad Wildungen), Krenz (Rotenburg) und Heyer (Fulda). Alle Fotos: privat/nh 

KASSEL. Alfred Trachsel wollte unbedingt boxen. Als der damals in Fritzlar beheimatete junge Mann erfuhr, dass an seiner Arbeitsstelle auch ein Aktiver des 1. ABC Wilhelmshöhe tätig war, fasste er einen Plan. Er verschob seine Mittagspause und traf so beim Essen auf Peter Nißalla. Und als der ihm zusagte, dass er mal zum Training kommen könne, war die Welt für Alfred Trachsel in Ordnung.

Der setzte sich auf sein Moped und fuhr nach Kassel. „Da habe ich dann gleich im ersten Training einen auf die Zwölf bekommen“, erinnert der heute 73-Jährige sich. Hinterher habe man ihm gesagt, das wäre immer so bei einem Neuling. „Wenn der dann wiederkommt, dann will der wirklich boxen.“ Das war 1960. Ein Jahr später wurde das Boxbuch beim 1. ABC für Alfred Trachsel ausgestellt.

Als er zehn Jahr später seinen letzten Kampf bestritt, hatte er sich siebenmal in die Liste der Bezirksmeister eingetragen.

Im Oktober 1971 verstärkte Trachsel mit der Kampfgemeinschaft 1. ABC/ESV Jahn die Mannschaft des BC 64 Harleshausen im Vergleich mit dem BC Vorwärts Bielefeld. Und der Federgewichtler, der bisher von 69 Kämpfen nur 13 verloren hatte, machte es zum Abschied kurz. Nach 28 Sekunden schickte er den Bielefelder Zölfel mit einer Rechts-Links-Doublette auf die Bretter.

Seinen größten Erfolg dürfte Trachsel im Oktober 1964 gefeiert haben. Damals war er mit einer Kasseler Amateur-Auswahl in Kopenhagen zu Gast. Die Nordhessen verloren 4:16, für eine Überraschung sorgte Trachsel, als er den dänischen Ex-Meister Gerd Ostergaard in der ersten Runde k. o. schlug. Den zweiten Erfolg für die Kasseler steuerte Rolf Hesse (KSV Hessen) mit einem Punktsieg bei.

Unter seinem Künstlernamen Axel Traxel hat sich Trachsel im Laufe der Jahre einen Namen als Discjockey und Entertainer gemacht. Unter anderem hat er schon Lieder für die Huskies und den KSV-Samba (1984) gesungen. Und aktuell die Hymne für den Hessentag in Hofgeismar nach einer Melodie von G. G. Anderson aufgenommen.

In den Fotoalben von Alfred Trachsel haben sich im Laufe der Jahre eine große Menger Bilder angesammelt. Da sind die aus seiner aktiven Zeit, da sind aber auch die aus der Zeit danach. Solche, die man heute „Selfie mit Promi“ nennen würde. Mit Rudi Völler, Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus, Eike Immel, Jaromir Jagr, der tschechischen Eishockey-Legende, Karl Mildenberger oder gar Muhammad Ali. Aber es gibt auch Bilder mit Gus Backus, Otto Waalkes, Mike Krüger oder Eddie Constantin.

Mehr Bilder von Alfred Trachsel gibt es hier.

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