Fragen und Antworten zu einer möglichen Verlegung

Verzögert sich der Saisonstart im hessischen Handball?

Melsungens Oberliga-Handballer Eugen Gisbrecht (rechts) ist hier in einer früheren Partie gegen Obernburg zu sehen
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Muss sich mit seinem Team möglicherweise noch etwas gedulden: Melsungens Oberligaspieler Eugen Gisbrecht (rechts, hier in einer früheren Partie gegen Obernburg).

Kassel – Offiziell soll es am 12. September wieder in den hessischen Handball-Klassen losgehen. Nun scheint der Starttermin aber nicht mehr ganz so sicher zu sein. Eine mögliche Verlegung in den Oktober steht im Raum. Fragen und Antworten:

Gab es schon etwas Offizielles vom Verband?

Am Sonntagnachmittag schickte der HHV ein Statement seines Präsidenten Gunter Eckart heraus. Darin heißt es: „Aufgrund einer nicht autorisierten Mitteilung eines unserer Klassenleiter ist heute eine Meldung nach außen getragen worden, die einen Vorschlag des AK Spieltechnik, den Rundenbeginn auf den 17./18. Oktober zu verlegen, bereits als Beschluss verkündet. Wir möchten darauf hinweisen, dass weder über eine Verlegung des Rundenbeginns noch über das eventuell neue Datum bereits abschließend entschieden wurde.“

Wie ist das Wirrwarr im hessischen Handball entstanden?

Seit gestern macht in den sozialen Netzwerken eine entsprechende Mitteilung die Runde, wonach der Start in den Oktober verlegt wird. „Es gibt keine andere Wahl“, sagt Manfred Leber (Dreieich), der Klassenleiter der Männer-Oberliga und der drei Landesligen, gegenüber dieser Zeitung. Es heißt in der Information auch: Der Arbeitskreis möchte Ende September die Situation neu bewerten.

Was ist der Auslöser der Diskussionen?

In Offenbach gab es zuletzt wieder viele Neuinfektionen. Der Arbeitskreis Spieltechnik erwähnt zudem die bayerischen Vereine, die zum Bezirk Odenwald-Spessart zählen, und den Rundenstart der 3. Liga – die dritthöchste Klasse beginnt im Oktober. Darüber hinaus gehen die Fachleute im Arbeitskreis davon aus, dass sich „die Covid-19-Situation in den nächsten Wochen verschärfen wird“.

Was sieht der Vorschlag vor?

Vor dem 17. Oktober würden keine Partien ausgetragen. Was mit den bis dahin ausgefallenen Begegnungen geschehen soll, würde erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Was hieße eine mögliche Verlegung für die Klubs?

Georgi Sviridenko, der Trainer des Männer-Oberligisten MT Melsungen II, trug am Samstag mit seinem Team das erste Testspiel nach fünfmonatiger Zwangspause beim Drittligisten TV Gelnhausen aus und verlor gegen den klassenhöheren Klub 18:41. Sollte eine Verlegung beschlossen werden, wäre dies aus Sviridenkos Sicht keine Überraschung: „Ich habe schon das Gefühl, dass da noch etwas passieren kann. Wir können zwar trainieren, aber andere Mannschaften zurzeit eben nicht.“

Gegebenenfalls müsste der Melsunger Coach seine Planung etwas umstellen – „aber eine Pause würden wir deshalb nicht mehr einlegen.“ (Björn Mahr)

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