Hochspringerin nach tränenreichem Abschied aus dem Auestadion weiter im Ungewissen

Friedrich hofft auf Zeit nach Olympia

Und wieder ist es das linke Knie: Ariane Friedrich am Sonntag im Auestadion. Foto:  Fischer

Kassel. Der Abschied aus „ihrem“ Auestadion war tränenreich. Ausgerechnet in Kassel, vor vielen Freunden und Wegefährten aus der Jugendzeit im nordhessischen Helsa-St. Ottilien, war am Sonntag der Comebackversuch von Ariane Friedrich gescheitert. Von Schmerzen und Frust gezeichnet, musste die WM-Dritte von 2009 ihren Hochsprung abbrechen.

Seither wird befürchtet, dass Friedrichs Start bei der Deutschen Meisterschaft ihr letzter Auftritt gewesen sein könnte. Und auch am dienstag konnte Trainer Günter Eisinger noch nichts Konkretes sagen. „Wir wissen noch immer nicht, woran wir genau sind, ob es eine langwierige Verletzung ist“, sagte er gestern am Telefon. Ultraschall und Computertomografie hätten zwar gezeigt, dass ausgerechnet im Knie des linken Sprungbeins, das vor zweieinhalb Jahren bereits operiert werden musste, ein kleines Knorpelstück sich gelöst habe. „Aber wir hoffen immer noch, dass Ariane noch einmal auf die Beine kommt.“

Denn, so Eisinger, auch mit 32 wolle sich Ariane Friedrich, „die ewige Kämpferin“, nicht mit diesem schlimmsten aller Abschiede arrangieren. „Aufgeben kennt sie nicht. Und so hofft sie weiter, irgendwann mit einer guten Leistung und selbst bestimmt aus dem Sport ausscheiden zu können“, sagt der Coach.

Vor diesem Hintergrund sei auch völlig sekundär, ob es für Ariane Friedrich doch noch irgendwie klappen könnte mit einem Olympiastart in Rio de Janeiro. „Es macht überhaupt keinen Sinn, daran jetzt zu denken“, sagt Eisinger. Wichtig sei nun allein, dass die Springerin auch mit Blick auf ihr weiteres Leben wieder kerngesund werde. „Wenn das klappt“, so Eisinger, „dann machen wir uns neue Gedanken über den Sport.“

Von Gerald Schaumburg

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