Fußball-Kreisoberligist bestätigt Favoritenrolle

FSV Bergshausen: Mit Spielwitz zur Meisterschaft

Voll reingehängt: Der Bergshäuser Justin Richter (links), hier beim Spiel gegen Wolfsangers Lukas Haack, feierte mit der FSV die Meisterschaft.
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Voll reingehängt: Der Bergshäuser Justin Richter (links), hier beim Spiel gegen Wolfsangers Lukas Haack, feierte mit der FSV die Meisterschaft.

Wie ein Wirbelsturm fegte die FSV Bergshausen durch die Fußball-Kreisoberliga. Und am Ende einer abgebrochenen Saison stand sie genau dort, wo viele sie ohnehin erwartet hatten: nämlich an der Tabellenspitze. Wir blicken zurück auf die kurze Spielzeit und einen Meister, der mit Spielwitz und Torgefahr zu überzeugen wusste.

Fuldabrück - „Man muss ja auch erst mal die Erwartungen erfüllen“, sagte Bergshausens Trainer Aydin Gür in der Vorbereitung auf die abgelaufene Saison. Gür, der nach der Spielzeit von Michael Briehl auf der Trainerbank abgelöst wurde, war vorsichtig, seine Worte wählte er bedacht. Trotzdem war das Saisonziel mit dem Aufstieg klar definiert. Es herrschte so etwas wie Aufbruchsstimmung – nicht zuletzt auch wegen der namhaften Neuzugänge. Einige Spieler mit Hessenliga-Erfahrung wurden nach Bergshausen gelotst. Man habe darauf geachtet, dass die Mischung stimmt, versicherte später der Vorsitzende Harald Krug.

Und offensichtlich stimmte die Mischung. Die Bergshäuser überzeugten mit offensivem Fußball. 71 Tore in nur 14 Begegnungen sind ein Beleg dafür. Coach Aydin Gür und sein Co-Trainer Serdar Bayrak hatten eine Mannschaft mit ausgeprägtem Torhunger geformt. Zudem war die Spielweise der FSV häufig derart dominant, dass getrost von einem extrem ballbesitzorientierten System gesprochen werden konnte. Ob die Bergshäuser ohne Punktverlust die abgelaufene Saison beendet hätten, werden wir zwar nie erfahren. Aber zumindest in den absolvierten 14 Spielen gab es 14 Siege. Mit nur elf Gegentreffern stellte die FSV dann auch noch die beste Defensive der Liga. Kein Wunder, wenn mit Cedric Mimbala und Jerome Rapp in der Innenverteidigung zwei Hünen den Beton anrühren.

Aber was machte eigentlich die Konkurrenz an der Tabellenspitze? Die wurde zum Teil mit klaren Ergebnissen in die Schranken gewiesen. Man erinnere sich an das 8:0 gegen Fortuna oder das 8:1 gegen Wilhelmshöhe, wo sich die Bergshäuser phasenweise in einen Rausch gespielt hatten. Und wenn es um das Toreschießen ging, dann stach einer mit seiner Gier regelmäßig heraus: Mounir Boukhoutta. Der Ex-Lohfeldener erzielte 23 Buden und ist damit mit großem Abstand der treffsicherste Schütze der Liga geworden. Besonderes Schmankerl dabei: Boukhoutta spielte in der Vergangenheit eigentlich in der Abwehr. Beim FSC Lohfelden probierte er sich in der vorigen Saison erstmals als Stürmer aus und bei der FSV reifte dann sein Torriecher.

Ob er seiner Mannschaft auch in der Gruppenliga mit reichlich Toren helfen kann, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich wird es interessant, zu sehen, wie sich die Bergshäuser eine Liga höher schlagen. „Da ist viel Potenzial“, sagte mal Ex-Coach Gür. Mit Michael Briehl ist jetzt jedenfalls ein erfahrener Trainer an Bord, der dieses Potenzial ausschöpfen muss. Und wer weiß, vielleicht sorgen die Bergshäuser auch in der Gruppenliga für Furore. Von Raphael Wieloch

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