Verrückter Spielverlauf im Topspiel

KSV Hessen II gewinnt Verfolgerduell gegen Grebenstein

+
Im Laufduell: Grebensteins Balcan Sari (rechts) wird von Rene Ochs, der den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich für den KSV Hessen Kassel II erzielt hatte, verfolgt. 

Ansage zum Restrundenauftakt: Mit einem 3:2 (1:2)-Heimsieg im Verfolgerduell gegen den Tuspo Grebenstein ist der KSV Hessen Kassel II aus der Winterpause der Fußball-Gruppenliga gestartet. Durch den verdienten Erfolg verdrängten die Junglöwen die Grebensteiner vorerst von Rang drei.

„Wir haben malocht“, stellte KSV-Trainer Thorsten Hirdes nach Spielschluss fest. Und damit meinte er insbesondere die zweite Halbzeit, in die seine Mannschaft mit einem unnötigen 1:2-Rückstand startete. Unnötig deswegen, weil beide Gegentreffer Geschenke waren. Zunächst verschuldete Jan-Philipp Häuser etwas ungestüm einen Handelfmeter. Grebensteins Kapitän Leon Ungewickel ließ sich nicht zweimal bitten, traf trocken in die Mitte des Tores (34.). Damit war die KSV-Führung dahin, die wenige Minuten zuvor Tobias Bredow nach feiner Vorarbeit von Kevin Bannenberg besorgt hatte (27.).

Und es kam noch dicker für die Junglöwen: Valdrin Kodra vertändelte vor dem eigenen Strafraum den Ball, Marvin Schmidt spritzte dazwischen und schob den Ball ins linke untere Eck (36.). Der Tuspo hatte in nur zwei Minuten das Ergebnis gedreht. Und der KSV? Der schüttelte sich kurz, wirklich geschockt wirkte er nicht.

Trotzdem sollte der zweite Durchgang zur Geduldsprobe für den KSV werden. Der Tuspo stellte die eigenen Offensivbemühungen nämlich weitestgehend ein und versuchte mit Kontersituationen Nadelstiche zu setzen. Die ergaben sich allerdings nur bedingt. Stattdessen suchten die Gastgeber geduldig nach der einen entscheidenden Lücke. Und die tat sich auch auf. Auf dem linken Flügel hatte Bredow mal Platz. Seine Hereingabe landete über Umwege bei Rene Ochs, der Tuspo-Torwart Niklas Lesemann keine Chance ließ (62.). 2:2.

Der KSV war jetzt am Drücker. Und es dauerte nicht lange, da gab es einen weiteren Anlass zur Freude. Mit etwas Glück kam Bannenberg im Strafraum ans Spielgerät. Der Rechtsverteidiger fackelte nicht lange und erzielte das 3:2 (66.). Die Tuspo-Abwehr war nicht wirklich im Bilde, leistete höchstens Begleitschutz. Und jetzt war es der KSV, der das Ergebnis gedreht hatte – es allerdings auch versäumte, den Sack endgültig zuzumachen.

So musste KSV-Schlussmann Nicolas Groeteke in der Schlussphase noch mit einer Fußabwehr retten. „Mit der Leistung bin ich zufrieden – mit dem Ergebnis nicht“, resümierte ein sichtlich enttäuschter Tuspo-Trainer Driton Mazrekaj.

Kassel: Groeteke – Bannenberg, Häuser, Fangmeier (77. Lensch), Valton Kodra – Vollgraf, Valdrin Kodra (46. Schilling) – Cakmak, Ochs, Bredow – Fischer

Grebenstein: Lesemann – Metzner, Sari, J. Schmidt, Durward – Frey, Budalic (74. T. Schmidt), Belarbi – Ungewickel – Kleinschmidt, M. Schmidt (67. Maiterth)

SR: Eberhardt (Edermünde) - Z.: 50

Tore:1:0 Bredow (27.), 1:1 Ungewickel (34., Handelfmeter), 1:2 M. Schmidt (36.), 2:2 Ochs (62.), 3:2 Bannenberg (66.).

Gelb-Rot: Metzner (90. +1, Tuspo)

Von Raphael Wieloch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.