1:3-Niederlage gegen Dreieich

Fußball-Hessenliga: Eine Pleite und ein Aufreger für KSV Baunatal

Unzufriedenheit beim KSV Baunatal: Der Fußball-Hessenligist musste die dritte Niederlage im vierten Spiel einstecken. Gegen Tabellenführer Dreieich hieß es am Ende 1:3. Erschwerend hinzu kam die Rote Karte für Dino Kardovic (Nr. 14) für eine Beleidigung.
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Unzufriedenheit beim KSV Baunatal: Der Fußball-Hessenligist musste die dritte Niederlage im vierten Spiel einstecken. Gegen Tabellenführer Dreieich hieß es am Ende 1:3. Erschwerend hinzu kam die Rote Karte für Dino Kardovic (Nr. 14) für eine Beleidigung.

„Baunatal war unser stärkster Gegner bisher. Punkte und Tabellenplatz spiegeln den KSV nicht wider.“ Das sind die Worte von Dreieichs Trainer Sasan Tabib, nachdem seine Mannschaft am Samstag mit 3:1 (2:0) im Baunataler Parkstadion gewonnen hat. Freuen konnte sich bei den Gastgebern niemand über das Lob – der KSV bleibt auch im vierten Fußball-Hessenliga-Spiel sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz, auch das dritte Heimspiel ging verloren.

Baunatal - Dabei hatte die Elf von Trainer Tobias Nebe gut begonnen. Defensiv ließ sie wenig zu, im Tor dirigierte Kim Sippel seine Vordermänner und spielte gut mit. Er vertrat Pascal Bielert, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte. Und nach vorne zeigte der KSV durchaus ansehnlichen Fußball, ohne so richtig gefährlich zu werden – bis zur 23. Minute. Da brachte Dino Kardovic einen Freistoß in den Strafraum und Kapitän Daniel Borgardt stand am zweiten Pfosten plötzlich völlig frei, köpfte aber aus acht Metern am Kasten vorbei.

In dieser Szene und zehn Minuten später zeigte sich der momentane Unterschied zwischen Baunatal und einem Spitzenteam wie Dreieich. Denn da fiel das 0:1: Sinisa Alempic war rechts im Strafraum frei durch, spielte in den Rücken der Abwehr und Björn Schnitzer schob den Ball frei am Sechzehner unhaltbar ins lange Eck.

„Bis zum 1:0 war Baunatal richtig stark“, sagte Tabib anerkennend. Doch der Treffer zeigte Wirkung bei den Hausherren. Drei Minuten später drückte der KSV auf den Ausgleich, brachte mehrere Ecken und Flanken erfolglos in den Strafraum. Dann vertändelte Kardovic, der bei vielen Dribblings am Samstagnachmittag Pech hatte, den Ball und das Unheil begann. Langer Ball in die Spitze, dort vernaschte Dreieichs Topstürmer Leon Burggraf seinen Gegenspieler sowie Sippel und schob lässig zum 0:2 ein. „Jeder Fehler wird aktuell sofort bestraft“, haderte Nebe.

Und als wäre der Rückstand nicht schon schlimm genug, ist Baunatal kurz darauf nur noch zu Zehnt. Während es auf der linken Seite einen Einwurf gibt, kommt es rechts plötzlich zu einer Rudelbildung. Dabei lässt sich Kardovic zu einer Beleidigung hinreißen und sieht die Rote Karte. „Wir wollten in Unterzahl im zweiten Abschnitt dann möglichst lange das 0:2 halten und dann am Ende gucken, was noch geht“, so Nebe. Das ging schief. Nach einer kurz gespielten Ecke Dreieichs bekommt Baunatal den Ball nicht geklärt. Der fällt Denis Streker am Fünfmeterraum vor die Füße – 0:3 (64.).

Der KSV-Ehrentreffer gelang trotzdem noch. Rechtsverteidiger Patrick Krengel schaltete sich vorne mit ein, setzte sich auf der Grundlinie durch und stocherte den Ball irgendwie über Umwege ins kurze Eck (78.). Kurz darauf wäre dann sogar fast noch der Anschlusstreffer gefallen. Nico Möller war frei durch, scheiterte aber an Torhüter Pero Miletic. „Ich will nicht sagen, das Spiel wäre dann gekippt, aber es wäre zumindest noch einmal interessant geworden“, sagte Nebe, der auch feststellte: „Entspannt ist bei uns niemand im Moment.“ Am Mittwoch geht es für den KSV zum SV Neuhof. (Björn Friedrichs)

KSV Baunatal: Sippel – Krengel, Blahout, Borgardt, Springer (70. Heussner) – Berninger-Bosshammer, Möller, Schäfer – Kardovic, Sattorov (67. Schrader), Pforr (75. Üstün)

Dreieich: Miletic – Mouhaman, Streker, Filipovic (46. Lekaj) – Alempic, Reljic, Dejanovic. Mladenovic – Schnitzer (66. Amiri) – Burggraf (76. Wolf), Lagator

SR: Daniel Velten (Gießen) – Z: 200

Tore: 0:1 Schnitzer (32.), 0:2 Burggraf (35.), 0:3 Streker (64.), 1:3 Krengel (78.)

Rote Karte: Kardovic (39. Beleidigung)

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