Trainer Nebe setzt auf interne Lösung

Fußball-Hessenliga: Kim Sippel ist die neue Nummer eins beim KSV Baunatal

Mit dem Abgang von Stammtorhüter Pascal Bielert gab es eine überraschende Personalie zum Jahreswechsel beim Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal.

Der neue Baunataler Stammtorwart: Kim Sippel.

Torwart-Situation

Plötzlich stehen die Baunataler ohne ihre Nummer eins da. Bielert hat in den vergangenen fünfeinhalb Jahren diese Rolle eingenommen. Jetzt wechselte er zu seinem Heimatverein Lichtenauer FV in die Verbandsliga (wir berichteten). Für KSV-Trainer Tobias Nebe kam dieser Schritt „extrem überraschend“. Bielert gab familiäre Gründe für seinen Abschied aus Baunatal an.

Jetzt kommt natürlich die Frage auf: Wer wird neuer Stammtorwart? Nebe setzt auf eine interne Lösung. „Mit Kim Sippel als Nummer eins sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt der Coach und fügt hinzu: „Er ist so fit wie nie.“ Nebe weiß, wovon er spricht, schließlich trainierte er den heute 31-Jährigen bereits von 2012 bis 2015. Damals war Sippel Stammkeeper in der Hessen- und später in der Regionalliga.

Kurios: Eigentlich war Sippel vor der Saison lediglich nach Baunatal zurückgekehrt, um noch mal auf hohem Niveau zu trainieren. „Das war ein Glücksfall“, sagt Nebe. Der 31-Jährige kam in dieser Saison schon zu drei Einsätzen, jeweils vertrat er den verletzten Bielert – und überzeugte dabei. Jetzt ist er wieder Stammkeeper. „Er ist extrem fleißig und erfahren, daher mache ich mir bei ihm keine Sorgen“, sagt Nebe.

Das macht sich der Coach dafür umso mehr um die Position des Ersatzkeepers. Eigentlich hat der KSV mit Max Stellbogen, der vor der Saison vom Gruppenligisten VfL Kassel kam, dafür den passenden Mann. Allerdings ist der 20-Jährige seit Sommer an der Hand verletzt. „Es ist immer noch unklar, was er genau hat“, sagt Nebe. Eine Operation sei nicht ausgeschlossen. Daher planen die Baunataler, einen Ersatztorwart zu verpflichten. „Das ist derzeit nicht einfach“, sagt Nebe.

Trainings-Situation

Durch das Trainingsverbot für Mannschaften müssen sich die Baunataler individuell fithalten. Die Spieler bekommen von Nebe einen Plan und müssen ihre Daten dem Trainer zurücksenden. Diesen will Nebe anpassen, sobald sich abzeichnet, wann wieder Training beziehungsweise der Spielbetrieb aufgenommen werden darf. Aktuell stehen für seine Spieler drei Laufeinheiten pro Woche auf dem Programm. Ab der kommenden Woche soll ein gemeinsames Stabilisationstraining hinzukommen – natürlich per Videokonferenz. „Es geht dabei weniger um den Trainingseffekt, sondern vielmehr darum, dass wir uns alle mal wiedersehen“, sagt Nebe.

Saison-Situation

Natürlich ist noch völlig offen, wie es mit der Spielzeit weitergeht. Allerdings sagt Nebe: „Ich glaube, es ist unmöglich, die Saison normal zu Ende zu spielen. Dann hätte man jetzt anfangen müssen.“ Schließlich hat Baunatal noch 27 Ligaspiele vor sich. Hinzu kommen die Partien im Kreispokal, in dem der KSV im Viertelfinale steht. Bevor es wieder losgeht, hat der Verband den Hessenligisten drei Wochen Vorbereitungszeit eingeräumt. Das heißt: Der Lockdown für den Amateursport muss drei Wochen vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs beendet sein. „Ich gehe davon aus, dass wir nur noch eine Halbserie spielen. Dann hätte man auch nicht so einen Termindruck und könnte die Pokalspiele danach austragen“, sagt Nebe. (Manuel Kopp)

Rubriklistenbild: © Bernd Hahn

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