Nach drei Spielen erst einen Punkt auf dem Konto

Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal gegen Spitzenreiter Dreieich unter Druck

Mal wieder jubelt der Gegner: Baunatals Rolf Sattorov (vorn) muss zu sehen, wie die Fliedener einen ihrer drei Treffer am Mittwochabend feiern.
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Mal wieder jubelt der Gegner: Baunatals Rolf Sattorov (vorn) muss zu sehen, wie die Fliedener einen ihrer drei Treffer am Mittwochabend feiern.

Keine Frage, den Saisonstart hatte sich der KSV Baunatal ganz anders vorgestellt. Im Auftaktprogramm standen durchaus lösbare Aufgaben, dennoch hat der Fußball-Hessenligist nach drei Spielen erst einen Punkt auf dem Konto. Ein weiterer Rückschlag war die 1:3-Niederlage am Mittwochabend gegen Aufsteiger Buchonia Flieden. Und jetzt geht es auch noch gegen den Spitzenreiter: Am Samstag (14 Uhr) empfängt der KSV den SC Hessen Dreieich im Parkstadion.

Baunatal - Die Geschichte der Niederlage gegen Flieden in Kurzfassung: Katastrophale Anfangsphase, Chancenwucher nach der Pause. „Ich bin maßlos enttäuscht und die Spieler sind es auch“, sagte KSV-Trainer Tobias Nebe nach der Partie und fügte hinzu: „Ich weiß nicht, wie man so in ein Spiel starten kann. Das war vogelwild.“ Völlig verunsichert waren die Gastgeber in der Anfangsphase – und lagen bereits nach acht Minuten gegen die furios gestarteten Fliedener 0:2 zurück. Christian Kreß (3. Minute) per Volleyschuss und Kamran Tariq (8.) nach einem Konter hatten getroffen. Zwar verkürzte Kapitän Daniel Borgardt nach einer Gül-Ecke per Kopf zum 1:2 (25.). Nur zwei Minuten später erzielte Fabian Schaub aber das 3:1 – und schockte den KSV erneut.

Ein ganz anderes Gesicht zeigten die Gastgeber nach der Pause. „Die zweite Halbzeit ist absolut in Ordnung. Wir haben aber sieben hochkarätige Chancen vergeben“, sagt Nebe und fügt hinzu: „Wenn wir dann 8:3 gewonnen hätten, hätten alle gesagt: Ihr habt eine tolle Moral gezeigt. Aber wir nutzen sogar freistehend die Chancen nicht. So kann man kein Spiel gewinnen.“ Die Baunataler scheiterten im zweiten Durchgang mehrfach am starken Buchonia-Torhüter Lukas Hohmann – vor allem aber an ihren eigenen Nerven.

Und jetzt? Die Baunataler stehen nun ausgerechnet gegen den Spitzenreiter unter Druck. Wenn sie gegen Dreieich nicht gewinnen, dann sitzen sie zunächst mal im Tabellenkeller fest. „Jetzt müssen wir die Niederlage reflektieren und wieder aufstehen“, sagt Coach Nebe. „Es ist eine schwere Aufgabe gegen Dreieich, aber ich hoffe, dass wir am Samstag den ersten Saisonsieg feiern können.“

Na klar, das wird nicht einfach. Allein die nackten Zahlen unterstreichen den perfekten Saisonstart der Dreieicher: Drei Spiele, neun Punkte und 8:1 Tore. Die ambitionierten Gäste sind zusammen mit der SG Barockstadt Fulda der Topfavorit auf den Meistertitel – auch, weil sie mit Leon Burggraf den Torschützenkönig der vergangenen Saison aus Hadamar geholt haben. Und der 23-Jährige scheint sich in Dreieich gleich gut einzufügen. Bei seinen zwei Einsätzen traf er bereits dreimal. (Manuel Kopp)

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