Fünf Gründe für den schlechten Start

Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal ist nach Fehlstart jetzt in Neuhof gefordert

Das tut weh: Für den KSV Baunatal und Rolf Sattorov (rechts, hier gegen Dreieichs Nikola Mladenovic) war es bisher eine schmerzhafte Saison.
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Das tut weh: Für den KSV Baunatal und Rolf Sattorov (rechts, hier gegen Dreieichs Nikola Mladenovic) war es bisher eine schmerzhafte Saison.

Für den KSV Baunatal liefen die ersten Spiele in der Fußball-Hessenliga alles andere als erwartet. Mit nur einem Punkt aus vier Partien steht das Team von Trainer Tobias Nebe auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Die Situation wird derzeit nicht besser. Unser Befreiungsschlag ist bisher ausgeblieben“, sagt der Coach. Er hofft, dass dieser heute Abend (19 Uhr) beim SV Neuhof gelingt. Vor dem Auswärtsspiel nennen wir fünf Gründe für den Baunataler Fehlstart.

1. Fehlende Konstanz: Bisher hat es der KSV noch nicht geschafft, mal über 90 Minuten eine starke Leistung abzurufen. „Es gibt Phasen, in denen wir gut spielen, und dann wieder Phasen, in denen wir unkonzentriert sind. Das darf nicht sein, wir müssen konstanter werden“, sagt Nebe. Bestes Beispiel ist die Anfangsphase bei der 1:3-Heimniederlage gegen Flieden. „Solche zehn Minuten habe ich in meinem ganzen Fußballerleben noch nicht mitgemacht“, sagt der Trainer. Die Baunataler waren ängstlich, kaum ein Pass kam an. So lagen sie nach acht Minuten 0:2 zurück – und verloren trotz einer starken zweiten Halbzeit.

2. Individuelle Fehler: „Wir machen haarsträubende individuelle Fehler“, sagt Nebe. Und die wurden von den effektiven Gegnern fast immer auch bestraft. „Es ist ja nicht so, dass wir gnadenlos ausgespielt werden. Wir müssen diese Fehler abstellen“, so der Coach.

3. Die Nerven: „Jetzt kommt auch langsam der Kopf dazu“, sagt Nebe und ergänzt: „Wir haben uns für die Saison viel vorgenommen. Natürlich nagt das jetzt schon am Selbstvertrauen.“ Nerven zeigten die Baunataler nicht nur vor dem Tor, wie in der zweiten Halbzeit gegen Flieden, als gleich mehrere Großchancen leichtfertig vergeben wurden. Auch Dino Kardovic hatte sich im Heimspiel gegen Dreieich nicht im Griff – er sah nach einer Beleidigung die Rote Karte. Bei 0:2-Rückstand war eine Aufholjagd in Unterzahl – zumal gegen den Spitzenreiter – kaum möglich. Der KSV unterlag 1:3. Erst vor ein paar Wochen hatte Kardovic im Testspiel gegen Stadtallendorf wegen desselben Vergehens Rot gesehen. Wie lang die Sperre ist, steht noch nicht fest, in den kommenden Spielen wird er Baunatal auf jeden Fall fehlen.

4. Das Spielpech: Vier Spiele – viermal lag der KSV zurück. Und fast immer ging der erste Schuss des Gegners (alb-)traumhaft in den Winkel. Die Baunataler liefen so in jedem Spiel einem Rückstand hinterher. Daher sagt Nebe im Hinblick auf die Partie in Neuhof: „Wir müssen erst mal gut stehen und nicht in Rückstand geraten. Der Rest kommt dann bei uns von selbst.“

5. Viele Verletzungen: Zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison hat der KSV schon viele Ausfälle zu beklagen. Gerade das Fehlen der Langzeitverletzten Dominik Schneider und Moritz Meuser wiegt schwer. Als Neuzugänge hätten sie mit ihrer Mentalität und Erfahrung gerade zum Saisonstart frischen Wind in das Team bringen können. Aber die Baunataler hatten auch immer wieder kurzzeitige Ausfälle von wichtigen Spielern wie Manuel Pforr, Maximilian Blahout und Niklas Künzel. Die beiden Erstgenannten haben schon wieder gespielt, Künzel kehrt nach seiner Erkältung wohl heute in den Kader zurück. Dagegen ist der Einsatz von Torwart Pascal Bielert fraglich – er hat Probleme mit dem Ellbogen. Wenn er nicht spielen kann, springt erneut Kim Sippel ein. Ebenso ungewiss ist der Einsatz von Patrick Krengel, der sich an der Hand verletzt hat. (Manuel Kopp)

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