Auswärtsspiel beim Spitzenteam

Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal ist vor Partie in Friedberg plötzlich Tabellenletzter

Voller Einsatz: Baunatals Kapitän Daniel Borgardt erzielte gegen Fulda ein Tor und traf in der 90. Minute mit einem Kopfball die Latte.
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Voller Einsatz: Baunatals Kapitän Daniel Borgardt erzielte gegen Fulda ein Tor und traf in der 90. Minute mit einem Kopfball die Latte.

Als Daniel Borgardt am späten Mittwochabend auf die Tabelle der Fußball-Hessenliga schaute, erlebte er eine negative Überraschung. Der KSV Baunatal war nach der 1:2-Niederlage gegen die SG Barockstadt Fulda auf den letzten Platz abgerutscht – von Rang 16 auf 20 an nur einem Spieltag.

Kein Wunder, dass er sagt: „Wir schauen derzeit nicht gern auf die Tabelle. Vor allem, weil wir uns für die Saison so viel vorgenommen haben.“ Den ungeliebten Rang will das Team von Trainer Tobias Nebe schnell wieder verlassen, am liebsten schon am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) nach der Partie bei Türk Gücü Friedberg.

Fast wäre Borgardt gegen Fulda der Mann des Spiels geworden. Zunächst erzielte er nach einem Eckball mit dem Oberschenkel das 1:1 (10.). In der 90. Minute hatte er nach einem Freistoß von Patrick Krengel die Chance auf das 2:2. Aber sein Kopfball prallte nur an die Latte. „Wenn wir in der Tabelle oben stehen würden, dann wäre der Ball reingegangen“, sagt der 28-Jährige. „Es ist ärgerlich, weil wir uns gut präsentiert haben.“ Das stimmt. Die Nordhessen zeigten eine starke Leistung, waren mutig und kämpften. Kurz gesagt: Sie waren mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe. Das unterstreicht die Aussage von SG-Trainer Sedat Gören: „Das Spiel hätte auch unentschieden oder mit einem Baunataler Sieg enden können.“

Allerdings musste der KSV am Ende die vierte Niederlage im vierten Heimspiel einstecken. Besonders unglücklich: Das 1:2 (61.) durch Tobias Göbel fiel erneut nach einem groben Fehler – diesmal ging ein Missverständnis von Sinan Üstün und Torwart Pascal Bielert voraus.

Aber klar ist: Eine Niederlage gegen den Spitzenreiter darf passieren. Der KSV ist vor allem Schlusslicht, weil er gegen vermeintlich schlagbare Gegner nicht gewann. „Wir unterschätzen Teams wie Steinbach und Flieden auf keinen Fall. Solche Gegner ziehen sich zurück und warten nur auf unsere Fehler“, sagt Borgardt. „Wir machen zu viele leichtsinnige Fehler. Daran müssen wir arbeiten.“ Ein Problem sind die Anfangsphasen. Gegen Fulda lag der KSV durch das Tor von Tolga Duran (3.) zum siebten Mal im siebten Spiel 0:1 zurück. „Das ist jedes Mal wieder belastend. Natürlich strotzen wir nicht vor Selbstbewusstsein, aber wir gehen auch nicht ängstlich in die Partien“, sagt Borgardt.

Mit Friedberg wartet nun das nächste Topteam. „Sie haben einen Lauf, aber solche Mannschaften liegen uns mehr. Sie wollen selbst spielen, und wir haben mehr Räume“, sagt Borgardt und fügt hinzu: „Wir wollen dort punkten. Und es wäre schön, wenn wir mal selbst das 1:0 machen.“ (Manuel Kopp)

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