Dreieich holt Torschützenkönig

Fußball-Hessenliga: Osthessen sind auf dem Vormarsch - KSV Baunatal einziges Team aus Nordhessen

Ball im Blick: Baunatals Maximilian Blahout (links) setzt sich gegen Fuldas Patrick Schaaf durch. 
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Ball im Blick: Baunatals Maximilian Blahout (links) setzt sich gegen Fuldas Patrick Schaaf durch. 

Keine Frage, es steht eine spannende Saison in der Fußball-Hessenliga bevor. Mit Eintracht Stadtallendorf und dem KSV Hessen Kassel sind die beiden besten Teams der vergangenen Saison zurück in der Regionalliga. Da es von dort keine Absteiger gibt, wird die Liga sicherlich noch ausgeglichener, als sie es ohnehin schon war.

Aber es wird auch eine Mammutsaison – mit 20 Mannschaften, 38 Spieltagen und mit 19 Partien für jedes Team innerhalb von 14 Wochen bis zur Winterpause. Ein Überblick:

Die Nordhessen

Der KSV Baunatal ist nach dem Aufstieg des KSV Hessen das einzige verbliebene nordhessische Team in der Hessenliga. Derbys? Fehlanzeige. Durch seine zehn Neuzugänge hat sich der KSV noch einmal verjüngt. Aber unter den Neuen sind auch hessenliga-erfahrene Spieler wie Dominik Schneider, Julian Berninger-Bosshammer sowie Moritz Meuser. Und natürlich Felix Schäfer, der nach nur einem Monat bei den Löwen zum Baunsberg zurückkehrte. Los geht’s für den KSV und Trainer Tobias Nebe mit dem Heimspiel am 5. September gegen den SV Steinbach. Aufgrund der Qualität des Kaders ist den Baunatalern ein Platz im oberen Tabellendrittel zuzutrauen.

Die Osthessen

Sie sind auf dem Vormarsch. Mit Barockstadt Fulda-Lehnerz, SV Neuhof, SV Steinbach, Hünfelder SV und SV Buchonia Flieden spielen fünf Teams aus Osthessen in der Hessenliga – gefühlt waren es noch nie so viele. Zwei Gründe gibt es dafür: Zum einen waren die Teams aus dieser Region in den vergangenen Jahren häufig Fahrstuhlmannschaften, die zwischen Hessen- und Verbandsliga pendelten. Der Saisonabbruch verhinderte den Abstieg von Steinbach und Neuhof, die es voraussichtlich erwischt hätte. Zum anderen stiegen mit Hünfeld und Flieden zwei osthessische Teams aus der Verbandsliga auf.

Wenn es für die Baunataler schon keine Derbys gibt, sind zumindest die Osthessen die nächstgelegenen Gegner. Aber selbst die kürzeste Strecke zum Auswärtsspiel nach Steinbach beträgt schon 85 Kilometer – einfache Strecke.

Die Favoriten

Bei der Frage nach den Meisterschaftsfavoriten werden von den Vereinen immer wieder drei Teams genannt: Fulda, SC Hessen Dreieich und der FC Eddersheim. Die Barockstädter und Dreieicher zählten schon vor der abgelaufenen Saison zu diesem Kreis. Als Tabellenvierter (Fulda) und Siebter (SC Hessen) erfüllten sie nicht ihre hohen Ansprüche. Dagegen war Eddersheim das Überraschungsteam der Saison. Dem Tabellendritten um Torjäger Turgay Akbulut trauen die Experten auch in dieser Saison wieder viel zu.

Die Transfers

Es ist nicht verwunderlich, dass die Favoriten auch bei den wichtigsten Transfers auftauchen. Eddersheim holte mit André Fließ den Hessenliga-Topscorer der vergangenen Saison aus Fulda. Der 28-Jährige traf nicht nur elfmal und bereitete 16 Tore vor, er verfügt auch über reichlich Regionalliga-Erfahrung. Dagegen holte Dreieich den Torschützenkönig. Leon Burggraf kam aus Hadamar und brachte Mirko Dimter gleich mit. Nicht zu vergessen Fulda: Die Barockstädter steigerten durch die Verpflichtungen von unter anderem Tolga Duran (Siegen), Jan Vogel (Wehen Wiesbaden) und Hüseyin Cakmak (KSV Hessen) die Qualität in ihrem Kader noch einmal.

Und dann ist da noch Türk Gücü Friedberg. Der Klub schlug auf dem Transfermarkt kräftig zu. Unter den elf Neuzugängen ließen vor allem Patrick Schorr vom Drittliga-Absteiger Jena und Timo Cecen (FC Gießen) aufhorchen. Zudem kam Jan-Philipp Häuser vom KSV Hessen.

Die Aufsteiger

Neben den genannten Vereinen Hünfeld und Flieden, die alte Bekannte in der Liga sind, haben auch der SV Zeilsheim und der 1. FC Erlensee den Aufstieg geschafft. Zeilsheim ist ein Stadtteil von Frankfurt. Zum ersten Mal in seiner Geschichte schaffte der SVZ als Meister der Verbandsliga Mitte den Sprung in die höchste hessische Klasse. Rasant ging es für Erlensee (bei Hanau) nach oben. Mit drei Meisterschaften in vier Spielzeiten marschierte der Klub von der Kreisoberliga in die Hessenliga. (Manuel Kopp)

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