Wiederholung oder Revanche?

Fußball-Hessenpokal: KSV Baunatal empfängt Regionalligist TSV Steinbach

Schon drei Jahre her: Die Baunataler (von links) Patrick Krengel, Thomas Müller, Daniel Borgardt und Felix Schäfer – gegen Steinbachs Kamm Al-Azzawe – schafften im September 2018 die Sensation im Hessenpokal.
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Schon drei Jahre her: Die Baunataler (von links) Patrick Krengel, Thomas Müller, Daniel Borgardt und Felix Schäfer – gegen Steinbachs Kamm Al-Azzawe – schafften im September 2018 die Sensation im Hessenpokal.

KSV Baunatal gegen TSV Steinbach im Hessenpokal – da war doch was? Vor etwas mehr als drei Jahren standen sich beide Teams schon einmal in diesem Wettbewerb gegenüber. Damals schaffte der Fußball-Hessenligist die Sensation, besiegte den favorisierten Regionalligisten und Titelverteidiger zu Hause mit 2:1.

Wenn heute (18 Uhr, Kunstrasenplatz am Parkstadion) die Neuauflage in der dritten Runde des Hessenpokals stattfindet, stellt sich eine Frage: Gibt es die Wiederholung der Überraschung oder die Revanche?

Mit seinem Distanzschuss zum 1:1 in der 32. Minute leitete Patrick Krengel damals die Wende ein. „An solche Tore, Spiele und Saisons erinnert man sich gern zurück“, sagt der Rechtsverteidiger. Denn damals sorgte Rolf Sattorov per Foulelfmeter noch für den 2:1-Siegtreffer. Nach weiteren Erfolgen im Pokal gegen Hadamar und im Elfmeterschießen gegen Gießen zogen die Baunataler bis ins Endspiel ein. Dort unterlagen die Nordhessen zwar dem Drittligisten SV Wehen Wiesbaden 1:8, qualifizierten sich aber für den DFB-Pokal. In der ersten Runde gab es trotz der 2:3-Niederlage gegen den VfL Bochum ein Fußballfest im Parkstadion.

Die Basis für diese Erfolgsgeschichte bildete aber der Sieg im Achtelfinale gegen Steinbach – zugleich war es die größte Überraschung auf dieser Pokalreise. Und auch diesmal sind die Baunataler gegen das Regionalliga-Topteam in der Außenseiterrolle. Krengel sagt: „Na klar, die Steinbacher sind der Favorit, aber das waren sie damals auch. Warum sollten wir es nicht noch einmal schaffen?“

Einen Unterschied gibt es zu damals: Die Partie findet nicht auf Rasen im Stadion, sondern auf dem Kunstrasenplatz davor statt. Was aber kein Nachteil für die Baunataler sein muss – das bewiesen sie erst am vergangenen Samstag. In einer furiosen Partie holten sie in der Hessenliga gegen den Titelfavoriten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ein 3:3. „Es gibt Selbstvertrauen und ist gut für die Moral, wenn du gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner einen Punkt holst“, sagt der 25-Jährige. Und worauf kommt es gegen den Regionalligisten an? „Steinbach hat eine hohe individuelle Qualität. Wir müssen kompakt stehen, uns in jeden Zweikampf werfen und als Kollektiv funktionieren“, sagt Krengel.

Für die Gäste läuft es in der Regionalliga derzeit nicht wie gewünscht. Zwischenzeitlich standen die Steinbacher an der Tabellenspitze, holten aus den vergangenen vier Partien aber nur einen Punkt und rutschten auf den fünften Platz ab.

Wenig überraschend: Beim TSV ist die Partie von vor drei in keiner guten Erinnerung. Auf seiner Homepage schreibt der Klub von „einem immer noch dunklen Kapitel in der Hessenpokal-Geschichte des TSV Steinbach-Haiger“. Die Baunataler hätten nichts dagegen, heute für eine Wiederholung zu sorgen. (Manuel Kopp)

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