2:1-Sieg für Rothosen

Fußball-Verbandsliga: Mario Wolf lässt CSC 03 Kassel beim Derby gegen OSC Vellmar jubeln

Umkämpft: Kassels Maximilian Werner (rechts) setzt im Verbandsliga-Derby Vellmars Janik Ziegler unter Druck.
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Umkämpft: Kassels Maximilian Werner (rechts) setzt im Verbandsliga-Derby Vellmars Janik Ziegler unter Druck.

Es war das Derby der Freistoßtore. Drei Treffer fielen in der Partie der Fußball-Verbandsliga zwischen dem CSC 03 Kassel und dem OSC Vellmar – alle drei nach einer solchen Standardsituation. Einmal mehr bewies Mario Wolf, dass er ein Spezialist dafür ist. Der Innenverteidiger erzielte beide Tore für die Kasseler beim 2:1 (0:0)-Sieg.

Kassel - „Besser geht es nicht“, sagte Wolf nach der Partie und brachte es damit auf den Punkt. Schließlich hatte er in der 90. Minute mit einem Kopfball den 2:1-Siegtreffer erzielt. CSC-Kapitän Christoph Reuter gab den Freistoß herein, der Ball war lange in der Luft und Wolf köpfte ein. „Es war in der zweiten Halbzeit ein typisches Derby. In der Schlussphase war klar, wer das Tor schießt, gewinnt“, sagte der 32-Jährige.

Schon das 1:0 hatte Wolf erzielt. In der 54. Minute bekamen die Gastgeber aus 17 Metern einen Freistoß. CSC-Trainer Lothar Alexi rief Wolf nach vorn und hatte damit den richtigen Riecher. „Wir haben keinen festen Freistoßschützen. Beim KSV Baunatal habe ich ja schon Freistöße geschossen, für den CSC war es mein erster“, sagte der Innenverteidiger. Und der war drin. Allerdings unter mithilfe der Vellmarer, denn der Ball ging durch die Mauer.

Und auch der dritte Treffer – das zwischenzeitliche 1:1 durch Christian Brinkmann (78.) – fiel nach einem ruhenden Ball. Und das war kurios: Der Freistoß von Enes Glogic wurde von der Mauer abgefälscht. CSC-Torwart Lukas Rudolph fing den Ball, ließ ihn dann aber wieder los und Brinkmann schob ein.

Nach dem Nachbarschaftsduell trübte allerdings die Verletzung von OSC-Keeper Tobias Schlöffel die Stimmung. Er war in der 66. Minute mit Kassels Maximilian Werner in einem normalen Zweikampf zusammengestoßen und verletzte sich am Knie. Schlöffel verließ humpelnd und gestützt das Feld. Zu seiner Behandlung wurde ein Krankenwagen gerufen. „Ich bin etwas konsterniert. Wir hoffen, dass die Verletzung nicht schlimm ist. Das ist wichtiger als die Punkte“, sagte OSC-Coach Jörg Müller.

Dabei waren Schlöffels Paraden in der ersten Halbzeit der Grund, warum der OSC nicht schon früher zurücklag. Die Rothosen hatten im ersten Durchgang die eindeutig besseren Chancen. Und es verlief immer nach demselben Schema. Ballgewinn im Mittelfeld. Enis Salkovic passte den Ball über die Abwehr auf die linke Seite auf den flinken Jaroslaw Matys. Abschluss. So kam der Kasseler dreimal zum Schuss (11., 18. und 30. Minute). Aber noch eins war immer gleich – jedes Mal parierte OSC-Torwart Schlöffel mit einer sehenswerten Flugeinlage. Und einmal gab er sogar eine Zugabe: In der 18. Minute hielt er auch noch den Nachschuss von Werner.

Und die zuletzt so formstarken Vellmarer? Die hatten in der ersten Hälfte Probleme gegen die geschickte Defensivarbeit der Gastgeber. Zum anderen fehlte vor allem im letzten Drittel die Genauigkeit. In der zweiten Halbzeit ging nach dem glücklichen 1:1 förmlich ein Ruck durch das Team. So dominierte der OSC sogar die Schlussphase. Aber die besseren Chancen hatte wieder der CSC. Wie den Schuss von Werner (80.) – und natürlich Wolfs Kopfballtor in der 90. Minute.

In ihrer Einschätzung waren sich die beiden Trainer einig. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel zugelassen. Der CSC hat auf Fehler gelauert und dann schnell umgeschaltet. In der zweiten Hälfte haben wir uns hinten raus deutlich verbessert“, sagte Müller. „Der Sieg ist glücklich, aber nicht unverdient. Wir hatten 60 Minuten mehr Spielanteile – vor allem Chancen. In den letzten 15 Minuten war Vellmar druckvoller, aber wir haben den Lucky-Punch gemacht“, so Alexi. (Manuel Kopp)

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