Kaufunger Premiere in der Fußball-Verbandsliga

SV Kaufungen holt einen Punkt im Aufsteiger-Duell

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Sinnbildlich für das Duell der beiden Aufsteiger: So wie hier der Dörnberger Marcel Grenzebach (links) und Kaufungens Jonas Kaczenski um den Ball streiten, war das gesamte Spiel sehr kampfbetont. 

Kaufungen. Das Kapitel Fußball-Verbandsliga begann für Aufsteiger SV Kaufungen persönlich: Als Jörg Müller vor der Premiere gegen den FSV Dörnberg seinen Platz neben der Auswechselbank einnehmen wollte, fragte ein Zuschauer von der Tribüne aus: „Na Jörg, ist denn alles klar?“

Und der Trainer der Lossetaler antwortete: „Alles gut.“ Am Ende der 90 Minuten war es zumindest nicht schlecht, was der Neuling anbot, auch wenn es gegen den letzt- und diesjährigen Klassenkameraden nur zu einem 0:0 reichte.

„Es war eine interessante erste Partie für die Zuschauer, und das Ergebnis geht in Ordnung. Meine Spieler haben gemerkt, dass es in der Verbandsliga noch kampf- und körperbetonter zugeht“, sagte Müller. Sein Gegenüber Dirk Lotzgeselle sah den Spielausgang ähnlich: „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Allerdings hätte sich Kaufungen über eine knappe Niederlage nicht beschweren dürfen, denn wir hatten die etwas zwingenderen Chancen.“

Zunächst hatten die Dörnberger mehr vom Spiel. Gestützt auf zwei Viererketten und mit langen Bällen auf die Sturmspitzen wollten die Gäste zum Erfolg kommen. Die erste große Chance hatte Kevin Richter, dessen Flugkopfball aber noch von Kaufungens Schlussmann Niklas Grujo entschärft wurde (16.). Nach gut einer halben Stunde klatschte ein Freistoß von Pascal Kemper an die Latte.

Die Gastgeber mussten sich erst noch zurechtfinden, waren aber nach zwei Möglichkeiten von Niclas Thöne (21., 36.) in der Schlussphase der ersten Halbzeit ganz nah dran an der Führung. Zwei mehrfach abgefälschte Schüsse gingen nur knapp am Gäste-Tor vorbei (41., 43.), der völlig freistehende David Müller köpfte kurz vor der Pause den Ball haarscharf übers Gehäuse des FSV (44.).

Und der SV Kaufungen blieb dran. Kam besser aus der Kabine. Aber die Chancen, die verbuchten die Dörnberger. Ein Torwartfehler von Grujo blieb jedoch genauso ungenutzt (53.) wie ein schönes Solo von Kemper (55.). Nach knapp 20 Minuten Leerlauf war es wieder Kemper, der Grujo zu einer wahren Glanzparade zwang.

Die Schlussphase hatte es dann in sich. Eine exzellente Möglichkeit vergab Miguel Schneppe, der aus halbrechter Position nur den linken Pfosten traf (79.). Zehn Minuten später führte eine der schönsten Kombinationen des Nachmittags über Niklas Schöttner und Schneppe ebenfalls nicht zum gewünschten Erfolg. Und so hätten die Kaufunger in der Schlussminute fast noch die kalte Dusche kassiert, doch Dörnbergs Florian Müller versagten völlig allein vor dem Tor die Nerven.

Während sich Kaufungens Torjäger Fabian Boll schon auf die nächsten Aufgaben freute, war bei Jörg Müller auch nach dem Spiel noch alles gut. Auch wenn ihm die Premiere nicht mit einem Sieg versüßt wurde.

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