Saisonvorschau: Drittes Jahr in der Verbandsliga

Fußball-Verbandsliga: TSG Sandershausen muss Leistungsträger ersetzen

Sandershausens Trainer Bernd Hüter (Zweiter von rechts) stellt seine Neuzugänge vor: (von links) Donik Hiseni, Emre Bicer, Christoph Herbst, Yamen Nabulsi und David Kutor.
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Sandershausens Trainer Bernd Hüter (Zweiter von rechts) stellt seine Neuzugänge vor: (von links) Donik Hiseni, Emre Bicer, Christoph Herbst, Yamen Nabulsi und David Kutor.

Das zweite Jahr in der Fußball-Verbandsliga hat die TSG Sandershausen gut überstanden. Die Klasse hätte das Team sicherlich auch gehalten, wäre da nicht der Saisonabbruch gewesen.

Kassel – Nun geht der Klub mit dem Ziel, einen guten Mittelfeldplatz zu erreichen, in das dritte Verbandsligajahr. Allerdings gibt es auch personelle Sorgen.

Der Rückblick

Als Nachfolger von Aufstiegscoach Friedhelm Janusch kam mit Bernd Hüter ein alter Bekannter zurück in den Klub. Zwar startete das Team verheißungsvoll mit einem 6:1-Sieg in Melsungen, der war aber so etwas wie eine Eintagsfliege. Anschließend mussten die Niestetaler eine Durststrecke überwinden und kamen erst nach zum Teil deftigen Pleiten am siebten Spieltag – und dann mit vier Siegen in Folge – wieder in die Spur. Letztlich belegte die Mannschaft nach einigen Hochs und Tiefs das vom Verein angestrebte Ziel. Die TSG belegte in der Abschlusstabelle den elften Platz.

Die Rückschlüsse

„Es gab vielfältige Gründe, warum wir nicht optimal in die Spielzeit gestartet sind. Zum einen fehlten urlaubsbedingt Akteure, zum anderen haben uns die Gegner im zweiten Jahr nicht mehr unterschätzt“, analysiert Trainer Hüter. „Was sich aber im Laufe der Spielzeit herauskristallisiert hat, war, dass unser Kader zum Teil zu klein, zum Teil zu unerfahren war“, so der Coach weiter.

Der Kader

Viel hat sich, was Abgänge und Zugänge angeht, bei der TSG nicht getan. Die Abgänge wurden durch junge aber nicht unerfahrene Akteure ersetzt. Allerdings gibt es zwei Probleme: Nach seinem Wechsel muss mit Christopher Minne der Kopf des Teams ersetzt werden. Außerdem fällt Felix Bredow nach einem Mittelfußbruch lange aus. Bredow steht wie kein Zweiter für das schnelle Umschaltspiel seines Teams. Dennoch klingt der Trainer optimistisch und sagt: „Michael Gerber und Emre Bicer bringen Verbandsliga-Erfahrung mit, über Torhüter Christoph Herbst müssen wir nicht reden. Und die Jungen sind talentiert genug, um sich schnell zu etablieren.“

Der Ausblick

Wenn es Hüter gelingt, zügig ein Team zu formen, sollte den Sandershäusern nicht Bange sein. Wichtig ist es, die beiden zentralen Spielerpersönlichkeiten Minne und Bredow schnell zu ersetzen. Hüter setzt auf das gewohnte 4-2-3-1-System und das schnelle Umschaltspiel. Auch Funktionär Gerhard Rühlmann glaubt an das Team. Er hofft in diesem Zusammenhang, dass zu Corona-Zeiten Zuschauer wie auch „unsere vielen Kleinsponsoren“ den Spaß und die Freude am Fußball nicht verloren haben.

Zum Start geht es für die TSG zum Neuling Lichtenauer FV, es folgt zuhause mit der Partie gegen die FSG Gudensberg der nächste Aufsteiger. Ein machbares aber gefährliches Programm. (Horst Schmidt)

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