Hessenliga: Vellmar unterliegt Hadamar und verabschiedet sechs Spieler

0:1 gerät zur Randnotiz

Kaum zu stellen: Vellmars scheidender Angreifer Pascal Kemper (in Blau) verabschiedete sich mit einer beherzten Vorstellung vom eigenen Publikum. Hier enteilt er den Hadamarern Selim Aliusevic, Benjamin Kretschmer und Dennis Leopold (von links). Foto: Koch

Vellmar. Die Partie selbst stand nur bedingt im Mittelpunkt. Auch wenn es das letzte Heimspiel der Hessenliga-Fußballer des OSC Vellmar nach einer, nun ja, durchwachsenen Saison war. Die Platzherren unterlagen gegen Rot-Weiß Hadamar 0:1 (0:1). Wesentlich mehr als die Niederlage treibt die Verantwortlichen des OSC allerdings die Sorge um die Zukunft um. Gleich sechs Spieler, darunter die drei Stürmer, wurden vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet – ein Aderlass, der nur schwer zu kompensieren sein wird.

Dominik Lohne, Thomas Müller, Pascal Kemper, Felix Bredow, Julian Lindemann und Christopher Löbel stehen als Abgänge fest. Einige von ihnen wollen oder können aus privaten oder beruflichen Gründen die Anforderungen der Hessenliga nicht mehr stemmen. Müller werden Verbindungen zum FSC Lohfelden nachgesagt, Lohne zieht es zu seinem Heimatverein SG Hombressen/Udenhausen. Zudem scheidet Physiotherapeut Kai Thöne aus beruflichen Gründen beim OSC aus.

Wer also soll in der nächsten Serie bei den Vellmarern für Tore sorgen? „Irgendjemand wird sie schon schießen“, glaubt Kemper. Er hängte sich noch einmal so rein, als wolle er sich für einen neuen Vertrag beim OSC empfehlen. Für wen er zukünftig spielt, sei noch offen. Trotz zweier guter Gelegenheiten blieb ihm ein Treffer versagt. „Wir haben großen Aufwand betrieben, wurden aber nicht belohnt. Es fehlte die eine Murmel, die mal reinkullert.“

Dafür, dass die Auseinandersetzung mit den Gästen doch mehr wurde als nur ein Randaspekt, sorgten die bemerkenswert couragierten Vellmarer selbst. In den ersten zehn Minuten schien es, als würden sie von den noch um ihre Chance auf Platz zwei kämpfenden Rot-Weißen überrollt. Einmal rettete der Pfosten für den OSC, einmal Schlussmann Tobias Orth in glänzender Manier im Eins-gegen-eins gegen Florian Decise.

Doch zunehmend leisteten die Gastgeber Widerstand und unterstrichen, dass sie nicht gewillt waren, sich vorführen zu lassen.

Etwas unglücklich fiel dann doch das Tor des Tages durch Steffen Moritz, als die OSC-Abwehr zu offen stand (38.). Nach dem Wechsel verlief die Partie ausgeglichen, die besseren Chancen besaßen die Gäste. Zweimal retteten Sebastian Wagener und Marvin Kuhn auf der Linie.

„Hätten wir immer so viel Kampf und Leidenschaft gezeigt wie heute, stünden wir nicht so weit unten“, gab sich OSC-Trainer Mario Deppe trotz der Niederlage versöhnlich. Auch wenn es ihm missfiel, „dass wir uns nach der katastrophalen Rückrunde nicht mit einem Sieg vom eigenen Publikum verabschieden konnten“.

Von Wolfgang Bauscher

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