Gleich das Duell der Nachbarn

Tischtennis: SC Niestetal zum Auftakt in 3. Liga Derby gegen KSV Auedamm

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Motivierter Aufsteiger: Für (von links) Janina Ciepluch, Katharina Morbitzer, Airi Avameri, Tetyana Maksimenko und Ekaterina Moor ist das Derby bei der KSV Auedamm auch der Saisonstart. 

Kassel/Niestetal. Einige Damen-Mannschaften der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord haben in der neuen Saison bereits drei Spiele bestritten - nicht so diese beiden Teams.

Die KSV Auedamm kam erst einmal zum Einsatz, der SC Niestetal noch gar nicht. Spätestens am Sonntag (12 Uhr, Turnhalle der Jacob-Grimm-Schule) wird es für beide ernst. Denn die Nachbarn treffen gleich zum direkten Duell aufeinander. Wir stellen die beiden Mannschaften vor.

KSV Auedamm

Bereits eine Begegnung hat die KSV in dieser Saison absolviert. Das ist allerdings knapp einen Monat her – daher hat auch das Heimspiel am Sonntag bei Auedamm den Charakter eines Saisonauftaktes. Am ersten Spieltag unterlagen die Kasselerinnen in Holzbüttgen 1:6. Den einen Punkt holte Sarah Grede, die ihr Einzel glatt in drei Sätzen gewann. Nur knapp im fünften Satz (10:12) musste sich der einzige Kasseler Neuzugang, Kristin König, gegen Holzbüttgens Nummer eins geschlagen geben. König kam vor der Saison vom Regionalligisten TTSV Schloß Holte-Sende und ist an Position drei vorgesehen. In Holzbüttgen rückte sie allerdings eine Position nach oben, da die etatmäßige Nummer eins, Diana Tschunichin, fehlte.

An Position zwei spielt in dieser Serie Katja Heidelbach, an der vier Sarah Grede. Tabea Heidelbach rückte in die zweite Mannschaft, steht aber als Reservespielerin – wie am ersten Spieltag – zur Verfügung.

Für Auedamm ist es die zweite Saison in der 3. Bundesliga. Die vergangene Spielzeit beendete die KSV zwar auf dem achten und letzten Platz – allerdings blieb sie trotzdem in der Liga. Mit acht Mannschaften war die Klasse so dünn besetzt, dass es keinen Absteiger gab. In dieser Spielzeit gehen zehn Mannschaften in der Nord-Staffel an den Start.

Vorfreude auf das Derby: Für die KSV Auedamm spielen in dieser Saison (von links) Katja Heidelbach, Kristin König, Tabea Heidelbach, Sarah Grede und Diana Tschunichin. 

SC Niestetal

„Wir sind gut aufgestellt. Unser Ziel ist trotz des Weggangs von Sophia Klee ein Mittelfeldplatz. Das sollte nicht unrealistisch sein“, befindet Ulrich Kempe. Der neue Teammanager des SC Niestetal blickt zuversichtlich auf die erste Saison der Aufsteigerinnen in der 3. Bundesliga Nord.

Schwierigkeiten bereiten könnten dem Neuling zwei Babys. Ekaterina Moor wurde im April Mutter, die vom Zweitligisten DJK Offenburg gekommene Tetyana Maksimenko sogar erst Ende Juli. Beide stiegen kürzlich wieder ins Training ein. Ob sie rechtzeitig das erforderliche Niveau erreichen, bleibt abzuwarten. Neben der 35-jährigen Ukrainerin Maksimenko, die seit rund zehn Jahren in Kassel lebt, steht mit Airi Avameri ein weiterer Neuzugang für Niestetal an der Platte. Die 19-Jährige ist die Nummer eins von Estland und spielt beim SCN an Position eins. Sie lebt und trainiert in der Tischtennis-Akademie Eilenburg bei Leipzig. Neben den genannten gehören Katharina Morbitzer, Janina Ciepluch und Linglan He zum Aufgebot.

Kempe, der von Torpedo Göttingen nach Nordhessen wechselte, weist dem TTC Grün-Weiß Staffel die Favoritenrolle zu. Auch Hannover 96 erwartet er unter den Topteams. Will der ambitionierte SC Niestetal selbst in der nahen Zukunft weiter nach oben? „So weit sind wir noch nicht und müssen zunächst weitere Strukturen schaffen“, sagt Kempe. Immerhin sei die Kluft zwischen 2. und 3. Bundesliga bei Weitem nicht so groß wie zwischen der 1. und 2. Bundesliga. Doch vorerst gilt es, die neue Herausforderung zu bestehen und im Derby die ersten Punkte einzufahren.

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