Großer Abschied im heimischen Frauen-Handball

Abschied aus der Oberliga: Die Frauenmannschaft des TSV Vellmar mit (hinten von links) Co-Trainer Christian Sutor, Trainerin Rocsana Negovan, (Mitte) Maxie Hauschild (17), Natalie Rull, Betreuerin Vivianne Weinreich, Alena Breiding (4), Sina Weinreich, Leonie Homburg, Aileen Hoppe, Ivana Gjorgjioska, Laura Springer (18), Farina Schmalz, Johanna Scharff, Karina Petrovszki (22), Elisa Nolte, (vorn) Denise Müller und Jaqueline Stern, es fehlt Natalie Paul. Foto: Fischer

Kassel. Wie ein kleiner Erdrutsch: Drei heimische Frauen-Teams müssen den Gang in die tiefere Klasse antreten: Vellmar, Heiligenrode, Harleshausen/Ahnatal. Eine Bestandsaufnahme.

Tschüss. Auf Wiedersehen. Macht’s gut. Der Blick auf die Abschlusstabellen der höheren Ligen im Frauen-Handball verrät: Ein großer Abschied steht bevor. Gleich drei heimische Teams müssen den Gang in die tiefere Klasse antreten. Das hat schon was von einem kleinen Erdrutsch. Woran hat’s gelegen? Und wie geht’s jetzt weiter? Eine Bestandsaufnahme:

TSV Vellmar

Der TSV Vellmar verabschiedete sich mit einem 26:27 gegen Meister TuS Kriftel aus der Oberliga.

• Daran hat es gelegen: Vellmar war mit einer jungen Mannschaft in die Oberliga gestartet. Der fehlte die Erfahrung und manchmal auch das Selbstbewusstsein. Die TSV-Frauen spielten zeitweise gut mit, brachten sich aber immer wieder durch individuelle Fehler um den Lohn. Dazu stießen die beiden Torhüterinnen an ihre Grenzen. Beide lieferten Superspiele ab, waren aber oft (einschließlich Abwehr) gegen die wurfstarken Rückräume der Gegner machtlos.

• So geht es weiter: Trainerin Rocsana Negovan fängt schon im Mai mit dem Training wieder an. Die Mannschaft bleibt im Großen und Ganzen zusammen, lediglich Natalie Paul wird nach ihrem Kreuzbandriss nicht zurückkehren. Die Verantwortlichen haben ihre Fühler nach talentierten Spielerinnen und nach einer zusätzlichen Torhüterin ausgestreckt.

TSV Heiligenrode

Im letzten Saisonspiel der Landesliga gab es für die Niestetalerinnen nichts zu holen. Gegen die FSG Körle/Guxhagen hieß am Ende 24:33.

• Daran hat es gelegen: Nach der Hinserie war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass Heiligenrode am Ende absteigt. In der Rückrunde lief dann aber so ziemlich alles schief, was schief laufen kann. Der Wechsel auf der Trainerposition erzielte dabei auch nicht die gewünschte Wirkung. Das Fehlen wichtiger Leistungsträgerinnen war ebenfalls ein Grund für die Heiligenröder Talfahrt. Und überdies bekam der TSV drei Punkte abgezogen wegen Nicht-Erfüllen des Schiedsrichter-Solls.

• So geht es weiter: Der Ex-Harleshäuser Daniel Schmidt wird in der kommenden Saison die Niestetalerinnen in der Bezirksoberliga trainieren. Erstmal stehen sechs Wochen Pause an. Mitte Juni startet Schmidt mit seinen Schützlingen in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Der TSV will sich zudem auf der einen oder anderen Position personell verstärken.

FSG Harleshausen/Ahnatal

Zum Abschluss kassierte die FSG Harleshausen/Ahnatal eine 28:34-Niederlage gegen die HSG Twistetal.

• Daran hat es gelegen: Mit fünf Niederlagen in die Serie gestartet, war klar, dass es für den Aufsteiger um den Klassenerhalt geht. Technisch konnte die FSG mit den Ligakonkurrenten nicht mithalten. Zudem fehlte der jungen Mannschaft einfach die nötige Erfahrung, um in dieser Klasse zu bestehen. Trainerin Vanessa Künzli war die einzige mit Landesliga-Erfahrung.

• So geht es weiter: Anfang Juni will Künzli, die auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen wird, mit ihrem Team in die Vorbereitung starten. Ob sie auch als Spielerin auflaufen wird, steht noch nicht fest. Die FSG sucht aktuell nach potenziellen Neuzugängen. Drei Spielerinnen werden indes den Verein definitiv verlassen.

Von Peter Fritschler und Raphael Wieloch

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