Viele Babys auf einen Schlag 

Gute Nachwuchsarbeit beim CSC 03

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Vaterfreuden: Christoph Reuter mit Charlotte.

Kassel – Beim CSC 03 Kassel läuft die Nachwuchsarbeit auf vollen Touren, zumindest lässt sie keine Wünsche offen.

Mit Christoph Reuter, Pere Pavic und Christian Käthner wurden drei Spieler des Fußball-Verbandsligisten in den vergangenen beiden Monaten Vater. Roy Keßebohm, Alex Bartuli und Physiotherapeut Moritz Österreich freuten sich im Herbst und Winter über ihren Nachwuchs.

Als letztes Kind dieser Reihe kam am 23. April Charlotte zur Welt, die Tochter von Reuter und dessen Frau Marie. Ungewöhnlich findet der Kapitän die vielen Geburten nicht: „Wir Fußballer sind ja in einem Alter, wo man sich überlegt, wie es mal mit einem neuen Familienmitglied wäre.“ Ob er es tröstlich findet, in Zeiten des Coronavirus Vater zu werden, oder eine andere Situation vorgezogen hätte? „Beides hat Vor- und Nachteile. Man kann jetzt halt wenig unternehmen, hat dafür aber mehr Zeit, sich in die neue Rolle zu finden und zuhause alles zu organisieren.“

Das Vatersein behagt Reuter jedenfalls sehr. „Das ist unglaublich, unbeschreiblich. Allein das tolle Gefühl, wenn man erstmals das eigene Kind auf dem Arm hält“, sagt der 30-Jährige. Die Lust auf Fußball wird jedoch nicht weniger. „Das wird sie nie. Ich bin Fußballer mit Leib und Seele und brenne darauf, wieder zu spielen“, sagt er und ergänzt: „Besonders freue ich mich darauf, wenn die Kleine zuschauen kann. Als Glücksbringer.“

Pere Pavic wurde ebenfalls erstmals Vater, als Marijana Mateo zur Welt brachte. Auch der 29-Jährige äußert sich euphorisch: „Es ist ein einzigartiges Gefühl, mit nichts zu vergleichen.“ Dass bei den 03ern so viele Kinder geboren wurden, kennt er so sonst nicht im Fußball. „Das ist ungewöhnlich. Normalerweise gibt es vielleicht mal ein Baby pro Mannschaft und Saison“, sagt er und fügt scherzhaft an: „Der CSC 03 scheint auf einem guten Weg.“ Eigentlich hatte Pavic gehofft, nach langer Verletzungspause im Frühjahr wieder einzusteigen. Außer Corona zwingt ihn ein Knorpelschaden weiterhin zur Untätigkeit. „So oder so verpasse ich keine Einsätze. Ich müsste mich noch mal operieren lassen, aber das geht mit Baby nicht. Ich kann jetzt nicht wochenlang auf Krücken zuhause rumlaufen.“

Vaterstolz: Pere Pavic mit Mateo.

Auch der Pullerschnaps muss warten: „Den haben wir verschoben. Das macht mehr Spaß, wenn man mit Leuten zusammensitzen kann.“ Christian Käthner sieht dies genauso. „Derzeit ginge es ja nur über eine Videokonferenz. Jeder müsste somit den Pullerschnaps selbst kaufen. Das alles fänden meine Freunde sicher nicht so gut“, sagt der wegen einer Fußverletzung seit einem Jahr zum Zuschauen Verurteilte spielende Co-Trainer.

Das tolle Gefühl der ersten Vaterschaft ist dennoch ungetrübt, seit Partnerin Marlene Lilia zur Welt brachte. „Es ist super schön. Vorher wusste ich nicht, dass es so etwas gibt. Jetzt ist es schon nicht mehr wegzudenken.“ Auch dass die Tochter in Corona-Zeiten geboren wurde, nimmt Käthner gelassen. „Das ist schon ein Wahnsinn. Aber man kann es sich ja nicht aussuchen und macht das Beste daraus. So haben wir mehr Zeit für die Kleine, das ist gut für die Stimmung.“ Zumal er als 32-Jähriger mit den Einschränkungen durch das Virus besser klarkäme als ein 20-Jähriger: „Dieser könnte eher mal an der Situation verzweifeln.“

Vaterglück: Christian Käthner mit Lilia.

Und was hat es nun mit der Nachwuchsarbeit und den vielen Geburten bei den Rothosen auf sich? „Na ja, unser Jugendleiter Klaus Siebott hat da in den letzten drei Jahren einen tollen Job gemacht und viel initiiert. Vielleicht wirkt sich das ja doch auch irgendwie auf die erste Mannschaft aus.“ 

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