Tischtennis-Team unterliegt Schwarzenbek

SVH Kassel: Guter Auftritt, aber kein Sieg beim Heimdebüt in der 3. Bundesliga

Volle Konzentration: (von links) Niklas Hilgenberg und Noah Weber mussten sich beim ersten Heimspiel der SVH Kassel in der 3. Bundesliga dem TSV Schwarzenbek geschlagen geben.
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Volle Konzentration: (von links) Niklas Hilgenberg und Noah Weber mussten sich beim ersten Heimspiel der SVH Kassel in der 3. Bundesliga dem TSV Schwarzenbek geschlagen geben.

Vor mehr als einem Jahr schafften die Tischtennis-Spieler der SVH Kassel den Aufstieg in die 3. Bundesliga. Weil ihre Spiele in der letzten Saison coronabedingt ausfielen, mussten die Harleshäuser lange auf ihre Heimpremiere warten. Gestern war es dann endlich so weit. Der ambitionierte TSV Schwarzenbek war zu Gast in der Sporthalle Harleshausen.

Und er machte einen auf Spielverderber. 3:6 hieß es am Ende aus Sicht der SVH, die wegen des Ergebnisses zwar enttäuscht war, sich über weite Strecken aber teuer verkaufte.

Als Dieter Salmen, Abteilungsleiter der SVH, die beiden Teams vorstellte, sprach er von einem „historischen Moment“. Denn noch nie zuvor hat eine Tischtennis-Mannschaft der SVH in der 3. Bundesliga ein Heimspiel austragen dürfen. Das änderte sich nun. Die Tribüne war gut gefüllt, trotzdem hätte sich Salmen „den einen oder anderen Zuschauer mehr gewünscht“. Aber zumindest unterstützten die, die gekommen waren, die Mannschaft immer wieder mit laustarkem Szenenapplaus.

Reichlich davon gab es für das Duo Maximilian Dierks und Tom Schmidt, die sich im Doppel stark präsentierten und sich rasch eine 2:0-Satzführung erspielten. Dabei stach besonders der zweite Satz heraus, den die beiden mit 11:4 eindrucksvoll für sich entschieden.

Die SVH auf einem guten Weg? Denkste. Dass so eine 2:0-Führung ähnlich tückisch sein kann wie beim Fußball, bekam das Duo schmerzlich zu spüren. Aus einem 2:0 wurde ein 2:3. Und weil Niklas Hilgenberg und Noah Weber das erste Doppel glatt mit 0:3 verloren hatten, führten die Gäste mit 2:0.

Als Dierks dann auch noch sein Einzel mit 1:3 abgeben musste, brauchte die SVH einen Hoffnungsschimmer. Und zwar dringend. Die personalisierte Hoffnung – zumindest für den Moment: Niklas Hilgenberg. Trotz 0:1-Satzrückstands schmetterte er die SVH gewissermaßen zurück in die Partie. Einen ganz starken Auftritt legte er hin und gewann gegen seinen Kontrahenten mit 3:1. „An das Klima in der 3. Bundesliga müssen wir uns noch gewöhnen. Das hat man am Anfang des Spiels gesehen“, sagte Salmen.

Tom Schmidt war anschließend im Einzel gefordert. Seinen Gegner, der erst 15 Jahre alte Lleyton Ullmann, kündigte Salmen zuvor als großes deutsches Tischtennis-Talent an. Eine richtige Einschätzung, wie sich zeigte. Mit einem klaren 3:0 wies Ullmann Schmidt in die Schranken. Der alte Rückstand war wiederhergestellt – 1:4 stand es nun.

Weber musste sich nach aufopferungsvollem Kampf mit 2:3 geschlagen geben. Dierks und Hilgenberg verkürzten in ihren Einzelpartien noch auf 3:5, ehe Schwarzenbeks Jonatan McDonald schließlich den entscheidenden sechsten Punkt für die Gäste holte.

„Die Mannschaft hat gut gespielt. Ich hab ein Spiel auf Augenhöhe gesehen, in dem Kleinigkeiten den Unterschied gemacht haben“, sagte Salmen nach der dritten Niederlage im vierten Saisonspiel.

In der kommenden Woche steht schon das nächste Heimspiel an, Tabellenschlusslicht TSV Bargteheide ist dann zu Gast. Folgt nach der Heimpremiere dann der erste Heimsieg in der 3. Bundesliga? (Raphael Wieloch)

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