HANDBALL Gastgeber Longericher SC Köln zu stark für Drittligist Baunatal

29:32 – Eintracht kassiert erste Saisonniederlage

Aufs Kreuz gelegt: Die Eintracht-Handballer, hier Kevin Trogisch im Heimspiel gegen Essen II, mussten sich in Köln einem starken Gegner beugen.
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Aufs Kreuz gelegt: Die Eintracht-Handballer, hier Kevin Trogisch im Heimspiel gegen Essen II, mussten sich in Köln einem starken Gegner beugen.

Am vierten Spieltag der 3. Liga hat es die Handballer des GSV Eintracht Baunatal erwischt. Mit drei Siegen in die Saison gestartet, mussten sie sich beim Longericher SC Köln mit 29:32 (13:13) erstmals geschlagen geben.

Zunächst sah es für die Baunataler recht gut aus. 4:2 lagen sie nach acht Minuten vorn. Doch Longerich schlug schnell zurück. „Das war schade. Wir hatten dem Gegner eigentlich schon den ersten Schwung genommen und mussten sogar 6:2 führen, haben aber zwei freie Würfe verschenkt“, sagte GSV-Trainer Dennis Weinrich. Stattdessen gestatte seine Mannschaft den Hausherren einen 4:0-Lauf und lag plötzlich wieder hinten. Die Kölner führten ab der 14. Minute meist knapp, die Eintracht ließ sich jedoch von den Kölnern nicht abschütteln. Einmal machte sie innerhalb von elf Sekunden durch Abschlüsse von Fynn Reinhard und Marvin Gabriel aus einem 6:8-Rückstand den 8:8-Ausgleich. „Da haben wir nach der Schnellen Mitte des Gegners den Ball sofort zurückgeholt und noch mal getroffen“, sagte Weinrich.

Später kamen die Baunataler noch einmal zurück. 11:13 lagen sie hinten (26.), ehe sie durch zwei verwandelte Siebenmeter von Kevin Trogisch sowie einen Treffer von Tom Kurtz halbzeitübergreifend in Führung gingen (31.). Wer nun aber im Baunataler Lager auf eine nachhaltige Wende gehofft hatte, sah sich getäuscht. Die Westdeutschen hielten dagegen, legten ihrerseits wieder vor und bauten den Vorsprung nach und nach aus. „Unsere erste Hälfte war okay. Da waren wir meist aggressiv genug. Nach dem Wechsel haben wir einiges vermissen lassen“, erklärt Weinrich. Der Mittelblock stand nun nicht mehr so sicher wie meist zuvor, und auch im Angriff blieben Wünsche offen. „Da haben wir uns gegen die körperlich stark besetzten Kölner schwergetan. Wir haben zwar immer wieder versucht, deren guten Mittelblock mit Kreuzungen anzugreifen, gelungen ist das aber selten. Nuancen fehlten uns, und manchmal auch die nötige Power“, sagte Weinrich.

Spätestens seit der 53. Minute deutete beim Stand von 28:23 alles auf einen Sieg der Gastgeber hin. Der GSV kam nicht mehr heran, und Kreisläufer Philipp Hempel setzte schließlich mit seinem dritten Treffer zum 29:32-Endstand den Schlusspunkt. Mehr war an diesem Tag nicht drin. Auch die Maßnahme, in der Schlussphase mit sieben Feldspielern zu attackieren, zahlte sich nur bedingt aus.

„Wir sind wohl noch nicht soweit, auswärts gegen eine so gute, körperbetont spielende Mannschaft zu bestehen. Außerdem waren wir in vielen Situationen nicht schlau und clever genug“, befand der Trainer.

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