Saison pausiert bis Ende Februar

Handball-Drittligisten Eintracht Baunatal und ESG Gensungen/Felsberg trainieren und hoffen auf ein Ziel

Wann gibt es wieder solche Szenen in der 3. Liga? Baunatals Marvin Gabriel (links) setzt sich gegen Cloppenburgs Max Borchert durch.
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Wann gibt es wieder solche Szenen in der 3. Liga? Baunatals Marvin Gabriel (links) setzt sich gegen Cloppenburgs Max Borchert durch.

Wie geht es weiter in der 3. Handball-Liga? Diese Frage stellen sich nicht nur Eintracht Baunatal und ESG Gensungen/Felsberg.

Kassel - Die Vereinsvertreter der 72 Männer-Drittligisten und Verantwortliche des Deutschen Handball-Bundes (DHB) setzen sich heute Abend in einer Videokonferenz zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Gestern Abend gab das Präsidium des Verbandes bekannt, dass es schon im Vorfeld folgendes beschlossen hat: Der DHB verlängert die Saisonpause in der 3. Liga der Männer und Frauen sowie der Jugendbundesligen bis zum 28. Februar. Wir blicken auf die Situation bei den beiden Drittligisten.

Eintracht Baunatal

Die Baunataler stiegen Anfang Dezember wieder ins Mannschaftstraining ein. Da die 3. Handball-Liga vom hessischen Innenministerium als Profisport eingestuft wurde, ist das für die Großenritter erlaubt. „Nachdem der härtere Lockdown beschlossen wurde, haben wir die Spieler aber in die Weihnachtspause geschickt“, sagt GSV-Trainer Dennis Weinrich.

Seit vergangenem Dienstag trainieren die Baunataler wieder. Wie schon im Dezember geht es für zwei Einheiten pro Woche in die Halle. Vor jedem Dienstag-Training machen die Teammitglieder einen Corona-Schnelltest. „Danach begeben wir uns quasi in Quarantäne, vermeiden Kontakte“, erklärt Weinrich. Denn mittwochs steht die nächste Einheit an. „Wir wollen an die Halle gewöhnt bleiben“, sagt Weinrich. „Aber es ist schwierig zu trainieren, ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Wir arbeiten an der individuellen Klasse und an taktischen Dingen, für die wir während einer normalen Saison keine Zeit hätten.“

Und was erhofft sich die Eintracht von der heutigen Besprechung? „Unsere Sportliche Leitung geht mit dem Ziel in die Konferenz, dass es eine klare Regelung vom DHB gibt, und wir nicht wieder auf den nächsten Monat vertröstet werden“, sagt Weinrich und gibt ein mögliches Beispiel: „Man könnte sagen, wenn es Anfang März nicht wieder losgehen kann, dann wird die Saison abgebrochen.“

Der Coach hofft darauf, ein Ziel zu bekommen, um das Training besser steuern zu können. Er möchte daher den letzten möglichen Zeitpunkt kennen, an dem der Spielbetrieb fortgesetzt werden könnte – oder die Saison abgebrochen wird.

ESG Gensungen/Felsberg

ESG Gensungen/Felsberg hat vergangene Woche das Training wieder aufgenommen. Jeden Donnerstag stehen Schnelltests an, die der Verein selbst bezahlt. Bislang waren alle Ergebnisse negativ. Zwei Einheiten pro Woche sind in der „Übergangsphase“ im Team von Trainer Arnd Kauffeld angesetzt, um im Rhythmus zu bleiben für den Fall der Fälle.

Bei der heutigen Konferenz gibt es aus Sicht von Michael Stahl, dem Sportlichen Leiter der ESG, nur zwei Möglichkeiten. Erstens: die Spielzeit in der 3. Liga abzubrechen. Oder zweitens: sich auf DHB-Ebene Luft zu verschaffen, um in spätestens vier Wochen dann eine Entscheidung zu treffen. (Manuel Kopp und Sebastian Schmidt)

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