29:33-Niederlage trotz starker erster Halbzeit

Eintracht Baunatal bricht gegen Dutenhofen/Münchholzhausen nach der Pause ein

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Auf und davon: Baunatals Marvin Gabriel (rechts) entwischt Dutenhofens Marvin Lindenstruth.

Bis zur Halbzeit waren die Handballer des GSV Eintracht Baunatal auf einem guten Weg. Nach einer starken ersten Halbzeit führte der Drittligist im Heimspiel 16:13 – er hatte die U23 der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen im Griff. Das Fazit von GSV-Trainer Dennis Weinrich nach der Partie lautete dann aber so: „Wir haben verdient verloren.“ Die Erklärung schob er sofort nach: „Wir haben nur 30 Minuten Handball gespielt.“ Weil die Eintracht nach der Pause erneut einbrach, unterlag sie 29:33 (16:13).

Die Baunataler waren optimal auf die Gäste eingestellt. Im Angriff agierte der GSV gegen die offensive 5:1-Deckung variabel, streute immer wieder einen anderen Spielzug ein. Kein Wunder, dass es bis zur Pause sieben verschiedene Torschützen gab. Und auch in der Abwehr machte die Eintracht einen sehr guten Job. Das Zentrum war dicht. Wenn die Dutenhöfer trafen, dann fast nur über die Außen Fabian Kraft und Kevin Kunzendorf.

„Wir haben in der ersten Halbzeit eine starke Abwehr gespielt und daraus leichte Tore gemacht“, sagte Baunatals Felix Geßner. „Wir wollten nach der Pause so weitermachen, aber das haben wir leider nicht geschafft.“ Wie vor einer Woche gegen Nieder-Roden lief bei Baunatal nach der Pause auf einmal nichts mehr zusammen. Sie mussten einen 0:5-Lauf hinnehmen – aus der 16:13-Pausenführung wurde ein 16:18-Rückstand (35. Minute). Nach einer Auszeit von Weinrich fing sich die Eintracht. Aber nur für kurze Zeit. Die Gäste hatten in der Halbzeit auf eine defensive 6:0-Deckung umgestellt. „Wir werfen dann bei Halbchancen, die wir auch nehmen müssen, aber unsere Quote ist zu schlecht. Dann fangen die Köpfe an zu rattern“, sagte Weinrich. Ein ums andere Mal trafen die Gäste nach Tempogegenstößen. So machte die HSG aus einem 21:20 ein 27:20 (48.). Aufgrund des schmalen GSV-Kaders fehlten die Kraft und Alternativen von der Bank, um in der entscheidenden Phase gegenzusteuern.

Zumal es bereits beim Stand von 20:22 für die Gastgeber den nächsten Nackenschlag gegeben hatte. Mit Geßner sah einer der Leistungsträger die Rote Karte. Dabei waren die ersten zwei Zwei-Minuten-Strafen mehr als umstritten, die dritte in der 42. Minute eine Kann- aber nicht Muss-Bestrafung. Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter? Fehlanzeige. „Die Rote Karte war ein weiterer Knackpunkt, wir waren gleich wieder in Unterzahl“, sagte Geßner.

Erst beim 21:29 (51.) fing sich der GSV. Lichtblicke waren in der Schlussphase Marvin Gabriel mit seinen Toren und Anspielen – sowie die Youngster. Allen voran Luca Rietze. Da Leo Helbing krank fehlte, spielte Rietze als Kreisläufer fast durch. Mit sechs Treffern zählte er erstmals zu den besten Torschützen des Drittliga-Teams - zusammen mit Gabriel. „Luca hat seine Sache gut gemacht, alles reingelegt und eine 100-Prozent-Quote gehabt“, sagte Weinrich.

Rietze selbst gab sich bescheiden: „Bei der 5:1-Deckung ist der Vorteil, dass ich mehr Räume habe.“ Vier seiner sechs Tore erzielte der Kreisläufer sogar in der zweiten Hälfte gegen die 6:0-Deckung. Zweimal trug sich Tom Kurtz in die Torschützenliste ein. Einmal traf der Linksaußen per sehenswertem Heber, einmal ins leere Tor. Näher als auf vier Treffer kam der GSV aber nicht heran. 

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