Am Samstag ist Leipzig zu Gast

Eintracht Baunatal wieder auf Trainersuche

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Nicht mehr Trainer bei der Eintracht Baunatal: Matthias Deppe hat bereits nach acht Spieltagen seinen Verein um die Auflösung des Vertrages gebeten.

Baunatal – Das kommt überraschend. Der GSV Eintracht Baunatal und Trainer Matthias Deppe gehen getrennte Wege. Der Coach hatte das Amt beim Handball-Drittligisten erst vor dieser Saison übernommen, nach acht Spielen verlässt er auf eigenen Wunsch bereits wieder den Verein. Bis die Baunataler einen neuen Übungsleiter gefunden haben, übernimmt Co-Trainer Dennis Weinrich die Verantwortung. So auch beim heutigen Heimspiel ab 18 Uhr in der Rundsporthalle gegen den SC DHfK Leipzig II.

„Der Trainer hat um Auflösung seines Vertrages gebeten. Dem Wunsch sind wir nachgekommen“, sagt Eintracht-Abteilungsleiter Claus Umbach und stellt klar: „Wir haben ihm nicht den Stuhl vor die Tür gestellt.“ Als Grund hätte Deppe angegeben, dass er die Mannschaft nicht mehr erreichen würde.

Der Trainer selbst will bei der Begründung für seinen Schritt nicht in die Details gehen. „Es hat einfach nicht gepasst. Es ist die Summe von Kleinigkeiten, die zu dieser Entscheidung geführt hat, dazu kam die Punkteausbeute. Am Ende hat die Kosten-Nutzen-Rechnung für mich nicht gestimmt“, sagt Deppe. „Es ist mir nicht leicht gefallen, aber es ist der richtige Schritt.“ Unstimmigkeiten mit den Spielern habe es nicht gegeben. „Es gab keine Streitereien. Natürlich war man mal unterschiedlicher Meinung, aber das gehört im Sport dazu.“

Auch die sportliche Entwicklung, nach fünf sieglosen Spielen fiel die Eintracht auf Platz elf zurück, sei nicht der alleinige Grund für seine Entscheidung gewesen. Schließlich verpassten die Großenritter häufig nur knapp einen Sieg. „Ich wünsche den Baunatalern, dass sie schnell den richtigen Trainer finden, der neue Impulse setzt, damit die Mannschaft wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt“, sagt Deppe.

Innerhalb weniger Monate sind die Eintracht-Verantwortlichen nun zum dritten Mal auf Trainersuche. Nach dem Rücktritt von Florian Ochmann am Ende der vergangenen Saison hatte Dirk Wetekam erst zugesagt, kurz darauf wieder abgesagt. Schließlich fiel die Wahl auf Deppe. „Wir müssen aktiv werden, aber mit Bedacht und Augenmaß“, sagt Umbach.

Etwas Zeit verschafft der Eintracht die Tatsache, dass Co-Trainer Weinrich zunächst übernimmt. „Wir sind darüber glücklich. Er ist ein Fachmann, der mit Leib und Seele dabei ist“, sagt Umbach. Allerdings darf er das Team nur für eine begrenzte Anzahl von Spielen coachen – genauer gesagt sieben Partien. „75 Prozent der Saisonspiele muss ein Trainer mit B-Lizenz auf der Bank sitzen“, erklärt Umbach. „Wir sind daher am Ball, um einen adäquaten Trainer mit B-Lizenz zu finden.“

Am Samstag gegen Leipzig

Das Warten auf einen Sieg soll am heutigen Samstag endlich ein Ende haben. Wenn der GSV Eintracht Baunatal ab 18 Uhr in der heimischen Rundsporthalle den SC DHFK Leipzig II empfängt, liegen fünf Spiele ohne Sieg hinter den Großenritter Handballern. „Mit dem elften Tabellenplatz können wir im Moment nicht zufrieden sein“, sagt Interimstrainer Dennis Weinrich. „Eventuell können wir auf Florian Weiß für einen Kurzeinsatz zurückgreifen, und auf alle Fälle wird Kevin Trogisch wieder voll dabei sein“, gibt sich der 30-jährige Weinrich optimistisch.  sol

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