Handball: Fünf Gründe, warum die Teams der TSV Vellmar vor dem Titel stehen

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Mit zwei Mannschaften auf Titelkurs: Trainer Andreas Paul steht sowohl mit den Frauen als auch mit den Männern an der Spitze der Handball-Landesliga.

Vellmar. Läuft. So könnte man es für das Frauen- und das Männer-Team des TSV Vellmar in der Handball-Landesliga kurz zusammengefasst ausdrücken.

Die Handball-Frauen des TSV können mit einem Sieg bei Verfolger Wesertal (Sonntag, 17 Uhr) die Meisterschaft vier Spieltage vor Saisonende vorzeitig sichern. Die Männer haben vor der Partie in Hofgeismar (Heute, 19 Uhr, Kreissporthalle) vier Punkte Vorsprung auf den TV Hersfeld. Fünf Gründe für die Vellmarer Erfolgsgeschichte:

1.Der Trainer: Andreas Paul ist der entscheidende Mann. Für den früheren Torwart ist es die erste komplette Saison, in der er sowohl die erste Frauen- als auch die erste Männer-Mannschaft trainiert. Unterstützung hat er in Person von Christian Sutor, der immer dienstags das Training bei den Frauen leitete und bei Überschneidungen als Co-Trainer mal allein auf der Bank saß. Selbst sagt Paul bescheiden: „Meine Leistung sollen andere beurteilen. Ich sehe mich nicht als Heilsbringer.“

2.Das Mannschaftsgefühl: Für Paul ist dieser Punkt die Hauptursache für den Erfolg. „Wir haben es hinbekommen, die Mannschaften zu echten Mannschaften zu formen. Es sind eingeschworene Haufen, in denen es keine Quertreiber gibt.“ Die Frauen seien das Vorbild für die Männer gewesen. Die Neuzugänge Fabian Struif, Benny Gunkel, Jannik Steiner, Florian Heß und Steve Winterhoff sowie Celia Steyer passten perfekt.

3.Das Spielsystem: Beide Teams favorisieren mit einem 6:0 (oder alternativ einem 5:1) dasselbe System mit denselben Abläufen. „Wir ziehen das jetzt auch ab der Jugend durch“, sagt Andreas Paul. Sowohl die Frauen (durchschnittlich 32 Tore pro Partie) als auch die Männer (37) haben in ihrer Spielklasse mit Abstand die meisten Tore pro Spiel geworfen. „Das liegt an unser Spielphilosophie“, sagt Paul. „Wir setzen auf die erste und zweite Welle. Wir haben mehr Tore als andere kassiert, sind dafür auch 20, 30 Angriffe mehr gelaufen.“

4.Die Variabilität: Werden bei den Männern Struif und Gunkel kurz gedeckt, nutzen Danny Körber und Steiner die Freiräume. Auch die Gegner der Frauen loben die Variabilität des TSV. „Sie haben gute Schützinnen, sind aber auch im Eins-gegen-eins stark“, sagt etwa Ex-Vellmarerin Tanja Sterzing. Und Trainer Andreas Paul merkt an: „Wir haben uns im Positionsangriff deutlich verbessert.

5.Die Erfolgswelle: Gelingt beiden Mannschaften am Ende der Titelgewinn und damit der Sprung in die Oberliga, wäre es für Andreas Paul der vierte Aufstieg (drei davon bei den Frauen) in vier Jahren beim TSV Vellmar. Das 33:24 der Männer in Flieden war der 14. Sieg in Folge. Die Frauen blicken auf einen 25:1-Punktelauf zurück.

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