HSG überrascht in erster Saisonphase

Handball-Oberliga: HSG Hoof/Sand/Wolfhagen ist plötzlich ein Spitzenteam

Nicht aufzuhalten: Lea Willer von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen ist im Spiel gegen Eintracht Böddiger ihrer Gegenspielerin entkommen.
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Nicht aufzuhalten: Lea Willer von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen ist im Spiel gegen Eintracht Böddiger ihrer Gegenspielerin entkommen.

Die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen waren mit dem Saisonziel Klassenerhalt in der Oberliga in die Spielzeit gegagenen. Die Halbzeit-Tabelle sagt jetzt etwas ganz anderes aus. Da stehen die Vereinigten mit 10:2 Punkten ganz vorn und sind ein heißer Kandidat für die Aufstiegsrunde. Die wird nach der Gruppenphase mit den jeweils ersten drei Teams der Nord- und Süd-Gruppe gespielt.

„Wenn mir vor sieben Wochen jemand gesagt hätte, ihr steht zur Halbzeit vorn, dann hätte ich ihn gefragt, ob er mich veralbern will“, sagt Trainer Chris Ludwig. Der räumt ein, dass diese Platzierung auch für ihn eine Überraschung ist. Aber der 38-Jährige, der die 15. Saison HSG-Trainer ist, sagt auch, dass die Mannschaft in der intensiven Vorbereitung immer mehr zu einer verschworenen Gemeinschaft geworden sei.

Man habe auch gemerkt, dass in den einzelnen Schritten der Vorbereitung, die Vorfreude auf die Saison immer größer wurde. „Die Mannschaft hatte Lust auf Handball und war kaum zu bremsen“, sagt Ludwig.

Der konnte in der Vorbereitung auf gezielte Verstärkungen bauen und auf den unbedingten Einsatz seiner Spielerinnen. „Die Moral war schon im Training gut, das hat sich dann in den Spielen fortgesetzt, aufstecken gibt es nicht“, sagt Ludwig. „Wir sind in der Breite stärker geworden, Auswechslungen verursachen keinen Bruch im Spiel.“ Das sei sicher auch einer der Punkte, warum es so gut liefe. „Der Kampfgeist ist schon phänomenal. Jede Spielerin nimmt ihr Herz in die Hand und gibt alles“, sagt Ludwig. Selbst die Baustelle „Harz“, der neuerdings erlaubte Einsatz von Haftmitteln, wurde bewältigt.

Die HSG hat in den bisher sechs Spielen, die Partie bei Kirchhof II wurde wegen Corona bei der SG abgesagt, 161 Tore erzielt. „Es klingt schon fast vermessen, wenn ich bemängele, dass noch einige beste Chancen liegen gelassen wurden, aber so ist nun mal“, sagt Ludwig. Mit der Abwehr war der Coach aber bisher zufrieden. „Die Deckung steht besser als in der letzten Saison, die Teambildung hat hier das ihre getan.“

Das sieht auch Kapitänin Lea Willer so. „Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen, jeder kämpft für jeden“, sagt die 25-Jährige, die im siebten Jahr bei der HSG spielt. Die Grundschullehrerin war nach der Jugend bei der Großenritter Eintracht gewechselt. „Wir haben uns gezielt verstärkt und die neuen Spielerinnen passen ins Team“, sagt Willer, die vor der Saison auch nicht mit einer so guten Platzierung gerechnet hatte. Ein wichtiger Faktor, besonders in den Heimspielen, seien die treuen Zuschauer. „Wenn es mal eine kritische Phase im Spiel gibt, dann setzten die Fans mit ihren Anfeuerungen wieder neue Energie frei.“

Neue Energie zu tanken, dazu hat die Mannschaft aktuell Zeit, denn es gibt eine verdiente Pause. Am 15. Januar geht es mit dem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg weiter. Am liebsten mit einem Sieg, denn inzwischen hat die HSG das Saisonziel geändert. „Wir wollen an der Aufstiegsrunde teilnehmen“, sagt Ludwig.

(Peter Fritschler)

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