Mitglied der Sutter-Elf

Harleshäuser Urgestein Heinrich Nordheim feiert 80. Geburtstag

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Schwer zu bremsen: Feldhandballer Heinrich Nordheim beim Wurf.

Kassel. Noch vor sechs Jahren, mit 74, konnte es Henner Nordheim einfach nicht lassen: Da nahm er bei einem Juxturnier in der Harleshäuser Halle tatsächlich noch einmal seinen geliebten Ball in die Hand.

Und hielt prächtig mit gegen viele seiner Gegenspieler, die gut und gern seine Enkel hätten sein können. Drei Treffer erzielte der Oldie und belegte mit seinen Jedermännern unter acht Mannschaften den vierten Platz.

Am zweiten Weihnachtstag wird Henner Nordheim 80. Und blickt auf eine lange erfolgreiche Handball-Karriere zurück. Die gipfelte im Finale um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1973 in Wetzlar. Dort verlor er mit seiner SVH Kassel unglücklich 10:13 (9:9) nach Verlängerung gegen Großwallstadt.

Damals war er schon 35, gehörte aber als technisch starker Halbstürmer zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Seinen Mitspielern wie Behrend, Bock, Dekaris, Fendler, Gau, Himmelmann, Koslowski, Nagelschmitt oder Sattler servierte Nordheim die Bälle mustergültig. Und im Alter von 63 (!) Jahren wurde er mit der dritten Mannschaft der SVH, die sich aus vielen Stars von einst zusammensetzte, Meister der Bezirksliga C.

Noch heute betätigt sich Nordheim, der schon als Teenager der legendären Sutter-Elf angehörte und mit Lingelbach, Horchler, Beisheim, Kapitän Sutter und Lumm eine torgefährliche Angriffsreihe bildete, regelmäßig sportlich. Radfahren und Rückengymnastik („anschließend spielen wir eine Runde Fußball“) stehen auf dem Programm. Und schon heute freut sich Nordheim auf den Juni des kommenden Jahres: „Da unternehmen wir ehemaligen Handballer zusammen mit Freunden eine Drei-Tages-Fahrrad-Tour durch Thüringen und werden täglich zwischen 50 und 70 Kilometern zurücklegen.“

Henner Nordheim, seit 70 Jahren Mitglied in der SVH, für die er mehr als 1000 Partien bestritt, besucht noch regelmäßig die Heimspiele des Bezirksoberligisten. „Wenn Not am Mann ist, betätige ich mich auch als Kassierer“, erzählt das Harleshäuser Urgestein. Seinen runden Geburtstag feiert er im engsten Familien- und Freundeskreis in seinem Eigenheim.

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